Weltklimagipfel 2015

Der Weltklimagipfel verfolgt das Ziel, die Temperaturzunahme auf der Erde bis 2030 auf zwei Grad Celsius zu begrenzen. Er findet vom 30.11.2015 bis zum 11. Dezember 2015 in der französischen Gemeinde Le Bourget statt, die im Nordosten von Paris liegt. Nun sitzen 148 Staats- und Regierungschefs wieder an einem Tisch, um auf internationaler Ebene zu verhandeln, wie sie den Ausstoß klimaschädlicher Gase in den Griff bekommen.

Das sogenannte Kyoto-Protokoll vom 11. Dezember 1997 ist der Vorläufer des nun angestrebten Klimaabkommens. Bis heute haben nur 191 Staaten dieses Übereinkommen in Kraft gesetzt. Wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mitteilt, gehören inzwischen auch China, Indien oder Brasilien dazu. Kanada hat 2013 den Kreis der Mitgliedsstaaten wieder verlassen, während die USA bis heute nicht beigetreten sind.

Klimawandel verschärft Armut, Hunger und Krankheiten

Es wird kein leichtes Unterfangen für alle Beteiligten, sich in nur zwölf Tagen verbindlich auf akzeptable Ziele zu einigen, die wirklich jeden zufriedenstellen. Unter anderem spielen bei den Verhandlungen zwei Punkte entscheidende Rollen: das Aushandeln tragfähiger Kontrollmechanismen für den Ausstoß klimaschädlicher Gase und die gerechte  Aufteilung von Geldern im Klimaschutz.

So sollen die Entwicklungsländer 100 Milliarden Euro bis 2020 erhalten, um Klimaschäden auszugleichen und dem Klimawandel finanziell die Stirn zu bieten. Denn in zahlreichen Regionen der Welt verschärfen Unwetter, Dürrekatastrophen oder weiträumige Überschwemmungen die Situation der Bevölkerung. Kein Wunder, dass dort Armut, Hunger und Krankheiten alljährlich zunehmen, und die Menschen verzweifeln.

Klimapoker braucht verantwortungsvolles Handeln

Die Regierungsvertreter der Industrienationen, Schwellen- und Entwicklungsländer tragen jetzt gemeinsam die Verantwortung für Jung und Alt, Arm und Reich auf dem ganzen Globus. Es ist höchste Zeit für einen internationalen Schulterschluss im Klimapoker. Denn bei genauer Betrachtung zeigen erneuerbare Energien und wirksamer internationaler Klimaschutz der Weltwirtschaft keine rote Karte. Im Gegenteil, klimaschonende Technologien treiben den Weltmarkt umweltverträglich an und arbeiten im Einklang mit der Natur.

Der Weltklimagipfel bringt nicht nur das Herzblut tausender aktiver Klimaschützer weltweit in Wallung, auch stille Gedanken an eine friedliche und klimafreundliche Zukunft auf Mutter Erde schweben dabei mit.

Bleiben Sie bitte wachsam – und hoffnungsvoll.

Ihr Oekobeobachter

© Paul Bock

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