RWE DEA AG contra Naturschutz

23.8.2016 Welche nachhaltigen Schäden Ölkatastrophen im Meer anrichten, zeigte sich am 20. April 2010 im Golf von Mexiko. Doch nach wie vor fördern weltweit Energiegiganten Öl und Gas aus den Meerestiefen. Manchmal sogar in einem sehr aufwendigen Verfahren, dem Fracking. Dabei pressen Techniker Erdgas oder -öl aus dem Gestein. Obwohl Erneuerbare Energien inzwischen einen Großteil der Kapazitäten schultern, vergeben Entscheider neue Bohrlizenzen. So entstehen immer wieder lebensbedrohliche Gefahren für die Meeresflora und -fauna.

Laut § 23 des Bundesnaturschutzgesetzes sind Naturschutzgebiete „rechtsverbindlich festgesetzte Gebiete“ sind, „in denen ein besonderer Schutz von Natur und Landschaft in ihrer Ganzheit oder in einzelnen Teilen erforderlich ist“. Solche Gebiete liegen auch an der Ostseeküste in der Eckernförder Bucht . Gerade dort aber möchte die RWE DEA AG nach Erdöl bohren. Nach Recherche des oekobeobachters verfügt das Unternehmen noch über eine Lizenz für die Dauer von vier Jahren. Die Anwohner der Naturschutzgebiete am sogenannten Schwedeneck befürchten jetzt das Schlimmste für die Umwelt.

In ihrer Bürgerinitiative „Hände weg vom Schwedeneck“ erheben sie ihre Stimmen gegen das Bohrprojekt. Und Prof. Dr. Linda Maria Koldau fordert in ihrer Petition den zuständigen Umweltminister Dr. Robert Habeck auf, das Vorhaben zu verhindern.

Hier haben Sie die Chance, sich der Petition anzuschließen. Oder möchten Sie weiterhin tatenlos zusehen, wie Ölmultis und politische Entscheider fahrlässig um unsere gesunde Natur würfeln?

Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier:

Download des Schriftwechsels und Bewilligungsbescheids des Landesamts für Bergbau,
Energie und Geologie mit Daten und Fakten, Skizzen und Karten sowie Hinweisen
auf Natura 2000-Gebiete (s. 66 ff.)
Die Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM) berichtete am 13.3.2016 zum Thema.
Das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt
und ländliche Räume informiert.
ZEIT ONLINE berichtete am 20.5.2012 über die Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko.
Die DEA Deutsche Erdöl AG operiert weltweit.

Bleiben Sie bitte weiterhin wachsam.

©oekobeobachter

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