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Aktuelles Zum Thema Müll und Recycling, Müll und Recycling, Plastikmüll, Umwelt und Gesundheit

Plastik: das Vermächtnis der Menschheit

Überall auf dem Globus finden sich Kunststoffe. Obwohl sich die Umweltbelastung dieser Stoffe inzwischen ganz offen
zeigt, steigen Kunststoffproduktion und -verbrauch weltweit stetig an. Viele Pflanzen und Tiere leiden unter dem 
massiven Einsatz und dem verantwortungslosen Umgang mit Plastik. Besonders Meerestiere und -pflanzen. Denn 
Kunststoffe tragen auch Gifte in sich, die wie sie selbst nur sehr langsam abgebaut werden und sich in allen 
Lebewesen anreichern. Landmassen, Binnengewässer, Strände und Meere vermüllen durch Unrat jeder Art. Davon 
sind 75 Prozent Kunststoffabfälle. Obwohl der Mensch Zusammenhänge erkennt und Lösungen entwickelt, bleiben
Umwelt und Natur allzuoft die Verlierer. 
Eissturmvögel verhungern mit vollem Magen

Eissturmvögel brüten nur einmal im Jahr ein einziges Ei aus. Nach 52 Tagen schlüpft das Junge. Dann füttern es die Eltern Tag für Tag mit Krill, Krebsen oder Fischen. Häufig jedoch fischen sie dabei auch Plastikteilchen heraus, die im Meer dümpeln. Diese verwechseln sie ganz leicht mit Nahrung. So nehmen sie selbst und natürlich ihr Jungvogel täglich unverdaubares Plastikmaterial auf. Auf diese Weise verletzen sie ihre nur pflaumengroßen Mägen, und ihre dünnen Därme verstopfen. Eine weitere Nahrungsaufnahme bleibt ihnen daher verwehrt. Sie verhungern mit vollem Magen und verenden.

Sturmvogel © Sibylle Hardt / www.pixelio.de

Sturmvogel kreist über dem Meer © Sibylle Hardt / http://www.pixelio.de

Helgoländer Eissturmvögel verenden mit bis zu 20 Gramm Kunststoff im Darm

Eissturmvögel leben und brüten auch auf der Nordseeinsel Helgoland. Dort haben wissenschaftliche Untersuchungen der letzten zehn Jahre ergeben, dass sich in den Därmen der toten Seevögel durchschnittlich bis zu 0,3 Gramm an Kunststoffteilchen ansammeln. Die Meeresvögel verfügen über eine Flügelspannweite von bis zu 110 Zentimetern und fischen auf hoher See. Daher lassen sich keine Rückschlüsse über die genaue Plastikmüllmenge im Nordseewasser ziehen.

Der Biologe Nils Guse (Forschungs- und Technologiezentrum Westküste, Schleswig-Holstein) berichtet, dass  manche Eissturmvögel sogar bis zu 20 Gramm Kunststoff im Darm haben, wenn er sie am Nordseestrand tot einsammelt. Bei der Analyse des Magen- und Darminhalts der verendeten Tiere stößt er auf Hartplastiksplitter, Plastikfolien, Styroporteilchen, Strohhalme und Plastikdrehverschlüsse.

Auch Sturmtaucher, Pinguine oder Albatrosse leiden unter Kunststoffabfällen

Wie die Umweltorganisation und –stiftung WWF berichtet, nehmen zum Beispiel auch Sturmtaucher, Albatrosse oder Pinguine regelmäßig Plastikbestandteile bei ihrer Nahrungssuche auf. Bis 2050 sollen 99 Prozent aller Meeresvögel an unserem Kunststoff leiden. Auch beim Nestbau verwenden Vögel widerstandsfähige Plastikfasern oder leichte Plastiksplitter, die sie überall in ihrem Umfeld finden. Dabei verfangen sie sich manchmal so unglücklich, dass sie langsam im Todeskampf verhungern.

Robben sonnen sich © Dr. Stephan Barth / www.pixelio.de

Robben sonnen sich © Dr. Stephan Barth / http://www.pixelio.de

An den Folgen unsachgemäß entsorgten Kunststoffs verenden weltweit jährlich mehr als 100.000 Meeressäuger und ca. 1.000.000 Vögel. Das berichtet der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.). Im Rundschreiben vom 27.Mai 2016 schildert die Umweltorganisation den Obduktionsfund eines toten Pottwals. Er war mit 18 Kilogramm Plastikmüll im Bauch an der Küste Südspaniens gestrandet. „Neun Meter Kunststoffleine, 4,5 Meter Schlauch, 30 Quadratmeter Plastikplane sowie zwei Plastikblumentöpfe hatten seinen Magen zerrissen.“

Plastikprodukte überschwemmen die ganze Erde

Die Situation auf Helgoland ist ein aktuelles Beispiel aus Deutschland. Aber egal, ob Plastiktüten, -folien oder -flaschen, Plastikeimer , -becher oder -tuben, der Mensch produziert und verwendet sie überall auf der Welt. In Kunststoff verpackte Produkte füllen heute die Regale aller Warenhäuser, sei es aus Gründen der Hygiene, der Frischhaltung oder ordentlicher Lagerhaltung. Der Bürger hat nur einen geringen Spielraum, um der täglichen Plastikflut zu entkommen. Schließlich bleiben Unmengen Plastikfolien, – tüten, -taschen oder –behälter oft nach nur einmaliger Verwendung zurück. Hinzu kommt, dass Plastikmaterialien bisher nur unzureichend verwertet werden, wie das Fraunhofer Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik festgestellt hat.

Jährliche Neuproduktion von 300 Millionen Tonnen Kunststoff weltweit – Tendenz steigend

Jeder Verbraucher in Deutschland, der Europäischen Union und auf dem ganzen Globus verwendet Tag für Tag Plastik. Weltweit erzeugt die Kunststoffindustrie nach eigenen Angaben jährlich ca. 300 Millionen Tonnen davon. Allein in Deutschland hat in den letzten 22 Jahren die Menge an Kunststoffverpackungen um fast 100 Prozent zugenommen. Sie liegt derzeit bei 28 Millionen Tonnen im Jahr. In der bunten Produktpalette finden sich unterschiedlichste Kunststoffarten. Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC), Polystyrol (PS), Polyurethan (PU/PUR) oder Polyethylenterephthalat (PET) bilden die Speerspitze im weltweiten Kunststoffmarkt. Diese Kunststoffe umgeben uns im Alltag auf Schritt und Tritt.

Plastikmüll und Restmüll am Wegesrand © oekobeobachter

Plastikmüll und Restmüll am Wegesrand © oekobeobachter

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyvinylchlorid (PVC) & Co. machen unser Leben angenehm

So werden zum Beispiel Folien, Müllsäcke, Flaschen für Haushaltsreiniger oder auch Kabelummantelungen aus widerstandfähigem Polyethylen (PE) hergestellt. Brillenetuis, Toilettendeckel oder Sitzbezüge bestehen dagegen aus Polypropylen (PP). Dieser Kunststoff ist mechanisch und thermisch belastbarer als PE, wird aber auch als Verpackungsmaterial verarbeitet. Das schwer entflammbare PVC zeichnet sich durch seine Beständigkeit gegen Laugen und Säuren aus. Daher bestehen Schläuche, Dichtungen, Rohre oder Bodenbeläge aus PVC. Das wärmebeständige, gegenüber ultraviolettem Licht empfindliche Polystyrol (PS) kommt in Form von Matratzen, Schaumstoffen oder Schwämmen in unser Heim.

Plastikmüllberge rund um den Globus

Aktuelle Schätzungen zeigen, dass im Jahr 2015 weltweit bis zu 9 Millionen Tonnen Kunststoffabfälle ihren Weg in die Meere gefunden haben. Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese Zahl sogar auf 12 Millionen Tonnen im Jahr steigen werde. Von allen weltweit hergestellten Kunststoffartikeln landen 6 bis 10 Prozent im Meer. Nach Angaben der Fachzeitschrift Science wird die Plastikmüllmenge in den Meeren in den nächsten 10 Jahren wohl um 400 Prozent zunehmen. Bis heute haben sich bereits 75 Millionen Tonnen Kunststoffmüll in den Ozeanen angesammelt. Und die Produkte unserer verantwortungslosen Wegwerfgesellschaft belasten nachhaltig natürliche Lebensräume artenreicher Meerespflanzen und –tiere.

Sack mit Plastikmüll © oekobeobachter

Sack mit Plastikmüll © oekobeobachter

Deutschland und Europa machen keine Ausnahme

Kunststoffe sind – wie der Name sagt – künstlich hergestellte Stoffe. Daher fügen sie sich nicht in natürliche Kreisläufe ein. Sie sind gar nicht oder nur ganz schwer biologisch abbaubar. Als Fremdkörper bringen sie im schlimmsten Fall sogar Tod und Verderben, wie die Schicksale der Eissturmvögel und Sturmtaucher deutlich zeigen. Die Plastikmüllberge türmen sich auf schwindelnde Höhen.

Allein der in Deutschland hergestellte Verpackungsmüll bringt jährlich 16 Millionen Tonnen auf die Waage. Das Umweltbundesamt schätzt, dass die Meere im gleichen Zeitraum 30 Millionen Tonnen Plastikmüll schlucken müssen. Wäre diese immense Menge mit 40-Tonner-Lastkraftwagen zu verfrachten, müsste man 750.000 Lkws mit Volllast beladen. Die europäischen Staaten müssten bis zu 150.000 Lkws zum Transport beauftragen, denn bis zu 20 Prozent des Plastikmülls in den Weltmeeren stammen aus Europa.

Plastikmüll-Rangliste: Spitzenreiter China

Natürlich erzeugen Weltwirtschaftsgiganten – wie die Volksrepublik China oder die Vereinigten Staaten von Amerika – sehr große Mengen Kunststoff und demzufolge auch riesige Mengen Plastikmüll. Am meisten Kunststoffmüll bringt die Volksrepublik China ins Meer ein: jährlich bis zu 3,5 Millionen Tonnen. Ihre Abfälle landen im Pazifik, in dem starke Meeresströmungen den Abfall fortspülen und verteilen. Die nächsten Plätze belegen Indonesien, die Philippinen, Vietnam und Sri Lanka. In der Rangliste entpuppt sich das umwelttechnisch gut aufgestellte Europa allerdings eher als Plastikmüllmuffel. Denn es hat 2015 mehr Kunststoffmüll hergestellt als die USA.

Plastikflaschen verrotten erst nach 450 Jahren
Plastikflasche auf der Straße © oekobeobachter

Plastikflasche auf der Straße © oekobeobachter

Nach Angaben der Umweltorganisation WWF dauert es 20 Jahre, bis Wind und Wetter zum Beispiel eine Plastiktüte vollständig vernichten. Dagegen wird eine heute ins Meer geworfene Plastikflasche erst im Jahr 2465 verschwunden sein.

Im breiten Spektrum der Plastikabfälle stehen Plastiktüten unter besonders kritischem Beschuss. Wie Greenpeace bereits in seinem Newsletter-Beitrag vom 28.4.2015 schreibt – werden „90 Prozent nach ihrem ersten Einsatz“ einfach weggeworfen. Oder sie landen in der freien Natur. Dass der Mensch auch mal einen Plastikbecher oder eine Folienverpackung in der Natur fallen und liegen lässt, gehört zu seiner gottgegebenen Unzulänglichkeit. Jeder aber, der seinen Plastikmüll – wie zum Beispiel auch Elektronik-, Bio- oder Restmüll – ordnungsgemäß in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt, wundert sich wohl mit Recht über diese Fahrlässigkeit. Immerhin steht das ressourcenschonende Abfall- und Recyclingsystem in Deutschland jedem problemlos zur Verfügung. Das Umweltbundesamt veröffentlicht regelmäßig Zahlen und Fakten zum Thema Kunststoffabfälle.

Plastiktüte © oekobeobachter

Plastiktüte verrottet in freier Natur © oekobeobachter

Mikroplastik durchdringt alles  

Und jeder aufgeklärte Bürger weiß, dass Hitze, Frost, Regen oder Schnee an Plastikfolien, -bechern oder –tüten nur sehr langsam nagen. Bis sie schließlich ganz zerbröseln und als kleinste Partikel zurückbleiben. So gelangen sie als naturfremde Stoffe ungehindert in Böden, Bäche, Seen, Flüsse und schließlich in die Weltmeere. Dort nehmen Meeresvögel und Fische feine Plastikteilchen als vermeintliche Nahrung auf. Fachleute bezeichnen solche Kunststoffteilchen als „Mikroplastik“. Alle Plastikpartikel, die höchstens einen halben Zentimeter groß sind, fallen in diese Kategorie. Auch Kläranlagen filtern die mikroskopisch kleinen Teilchen bisher nicht aus.

Pestizide und Flammschutzmittel bleiben auf Mikroplastik haften

Das riesige Ökosystem Meer ist aber nicht nur durch Mikroplastik verseucht, sondern auch durch Giftstoffe, die sich im Wasser wiederfinden. Eissturmvögel, Sturmtaucher und Albatrosse sind also nur einige Opfer dieses globalen Müllskandals. Hinzu kommen im Wasser lebende Meerestiere. Fische und Meeresschnecken nehmen zum Beispiel sowohl Mikroplastik als auch im Wasser gelöste Schadstoffe auf. Der Meeresökologe Gunnar Gerdts vom Alfred-Wegener-Institut auf Helgoland (AWI) hat die komplizierten Sachverhalte wissenschaftlich unter die Lupe genommen. Er hat im Meerwasser Pestizide und Flammschutzmittel nachgewiesen, die sich auf den Plastikteilchen beständig anlagern. Die Gifte reichern sich im Laufe der Zeit an und bleiben für lange Jahre auf dem Plastik haften. Auch im Plastik enthaltene Weichmacher sind im Meerwasser festgestellt worden. Offen bleibt allerdings, inwieweit sie die Lebensqualität der Meeresfauna einschränken.

Meeresschildkröte © Harald Schottner / www.pixelio.de

Meeresschildkröte © Harald Schottner / http://www.pixelio.de

Auch Schildkröten, Robben und sogar Wale kämpfen täglich mit Müll, der ihre Lebensräume verschmutzt. Auf Nahrungssuche verschlucken die Tiere verwitterte Plastikteile, Styropor oder Plastikbecher, an denen sie sich manchmal verletzen. Oft versuchen sie vergeblich, den Fremdkörper wieder heraus zu würgen, und verhungern schließlich, weil der Schlund verstopft ist.

Walfamilie © paulwip / www.pixelio.de

Walfamilie © paulwip / http://www.pixelio.de

Umweltbundesamt: Studie belegt Mikroplastikbelastung

Im Herbst 2015 hat das Umweltbundesamt in Berlin eine Studie zum Thema „Relevante Quellen für Mikroplastik“ beim nova-Institut in Auftrag gegeben. Das Institut hat dabei den deutschen Meeresschutz ins Visier genommen. Die Studie stellt fest: Der größte Teil des Mikroplastiks entsteht als Folge von Witterungseinflüssen. Fachleute bezeichnen die so entstandenen Partikel als sekundäre Kunststoffteilchen.

Im Gegensatz dazu werden Mikroteilchen aus Kunststoff gezielt bei der Herstellung zahlreicher Artikel beigemengt. Sie erhöhen das Mikroplastikaufkommen in Natur und Umwelt zusätzlich. Dabei spricht man von primären Kunststoffteilchen. Sie werden zum Beispiel bei der Herstellung von Kosmetikartikeln, wie Duschgels, Zahnpasten, Gesichtscremes oder Peelings verwendet. Aber ebenso in Kunststoffwachsen, Desinfektions- und Waschmitteln verarbeitet. Die in dieser Weise zugesetzten Plastikteilchen wirken wie ein Schmirgelmittel, das den Reinigungseffekt verbessert. Nach der Reinigung fließen die Teilchen regelmäßig ins Abwasser.

Wissenschaftliche Schätzungen ergeben, dass allein zur Erzeugung kosmetischer Produkte in Deutschland jährlich bis zu 500 Tonnen Polyethylen zum Einsatz kommen. Im gleichen Zeitraum liegt der Verbrauch an Mikropartikeln für Kunststoffwachse bei ca. 100.000 Tonnen, für Desinfektions- und Waschmittel bei ungefähr 100 Tonnen.

Seeanemone © Jens Goetzke / www.pixelio.de

Seeanemone © Jens Goetzke / http://www.pixelio.de

Untersuchungen in Abwässern zeigen, dass Mikroplastik auch beim Waschen von Kleidungsstücken aus Chemiefasern in die Umwelt gelangt. Dazu zählen in besonderem Maße Outdoorbekleidungen und Fleecejacken, die in den meisten Fällen aus Polyester oder Polyacryl bestehen. Nach Angaben des Meeresökologen Gunnar Gerdts vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) verlieren die genannten Stoffe pro Waschgang bis zu 1.900 Kunststofffasern, die bisher keine Kläranlage ausfiltert. Hinzu kommt die Belastung durch den Straßenverkehr, denn jeder Reifenabrieb hinterlässt derartige Spuren.

Alfred-Wegener-Institut: Mikroplastik in Speisefischen und Meeresfrüchten

2016 weisen neue Studien des Alfred-Wegener-Instituts in die gleiche Richtung. Die Mitarbeiter nahmen die Mikroplastikbelastungen in Ost- und Nordsee genauer ins Visier. Dabei deckten sie auf, dass dort Speisefische und Meeresschnecken durch Kunststoffteilchen verseucht sind. Je nachdem, wo einzelne Fischarten ihre Nahrung aufnehmen, sind sie mehr oder weniger stark damit belastet. So stellen die Institutsmitarbeiter fest, dass zum Beispiel Makrelen – im Vergleich zu Flundern und Heringen – eine durchschnittlich größere Menge Kunststoff aufnehmen. Da Makrelen sich ihr Futter vorwiegend im Bereich der Wasseroberfläche holen, wo das meiste Mikroplastik schwimmt, ist dies leicht verständlich. Bisher bleibt allerdings noch unklar, inwieweit der Mensch als letzter in der Nahrungskette gesundheitliche Folgen durch die Aufnahme von Mikroplastik erleidet.

Verpackungsmüll und Verbraucherplastik

In den Weltmeeren sammeln sich alle Arten von Müll. Das Umweltbundesamt schätzt zum Beispiel, dass sich in der Nordsee über 600.000 Kubikmeter Müll aller Art befinden. Umgerechnet auf jeden Quadratmeter Meeresboden liegen dort also fast elf Kilogramm Müll. Dabei zeigt die Recherche, dass in den Ozeanen offenbar immer bis zu 75 Prozent der gesamten Müllmenge aus Kunststoffen besteht. Das Sortiment ist scheinbar endlos. Allein die Liste gängigen Verpackungsmülls kennt keine Grenzen: Plastikfolien halten Warenpaletten oder Kunststoffflaschen zusammen, sollen abgepackte Käse- und Wurstangebote attraktiver machen, halten geräucherten Schinken oder Fisch sauber und frisch oder schützen millionenfach Ware vor Beschädigung.

Auch die Liste sogenannten Verbraucherplastiks, das die Ozeane überschwemmt, reicht von A bis Z: Angelruten und –schnüre, Becher und Bestecke, Deckel und Drehverschlüsse, Eimer und Getränkeflaschen, Klobürsten, medizinische Abfälle wie Verbandsmaterial oder Handschuhe, Plastiktüten und -taschen, Spielzeugteile, Strohhalme, Styroporfetzen, Schlepp- und Stellnetze, die beim Fischfang zurückgelassen wurden, Tampons, verbeulte Tetrapaks, Zahnbürsten, zerfetzte Segel usw. Ja, die Weltmeere schlucken außer radioaktiven Abfällen und abgelassenen Ölen auch Kunststoffe jeder Art. So nutzt der Mensch sie als grenzenlose, kaum kontrollierbare Müllhalden, die 24 Stunden am Tag geöffnet sind. Nur ein kleiner Teil des Unrats strandet allerdings an den Küsten. So findet man an Nord- und Ostseestränden auf einer Weite von 100 Metern durchschnittlich 236 Müllteile aller Art. Auch hier gilt die erwähnte Faustregel, dass 75 Prozent davon Kunststoffe sind.

tosendes Meer © Rosel Eckstein / www.pixelio.de

tosendes Meer © Rosel Eckstein / http://www.pixelio.de

Wenn mechanische, thermische und chemische Kräfte sich verbünden

Meere kennen keine Ruhe. Tagein, tagaus und pausenlos wirken vielfältige Kräfte auf alle im Wasser treibenden Teile. Egal, ob organische Bestandteile, also tote Wurzeln, Äste oder Planken, im Wasser schwimmen oder Plastikmüll jeder Coleur. Mechanische Kräfte wirbeln sie auf und nieder. Wind, Wellengang, Wetter und Sturm treiben sie um. Gerade erst in die Tiefe gerissen, tanzen sie im nächsten Augenblick schon wieder auf den Wellen.

Strömungen und Wirbel wälzen die Wassermassen durcheinander. Dabei sind Temperatur- und Salzgehaltunterschiede die dynamischen Kräfte. Solange sich die Teile noch nahe der Wasseroberfläche bewegen, sind sie auch noch der Sonnenstrahlung ausgesetzt. Dadurch werden sie spröde und bleich. Chemische Kräfte kommen hinzu, also gelöste Salze, Öle und andere Gifte. Sie greifen Kunststoffe nachhaltig an.

Alle genannten Kräfte – mechanische, thermische und chemische – zermürben nach und nach alle in die Weltmeere eingebrachten Feststoffe. Mehr oder weniger zerkleinert sinkt schließlich auch der Plastikmüll auf eine Tiefe von ungefähr zehn Metern ab. Dort zerfällt er weiter und verschwindet in finsteren Meerestiefen. Nur mit geeigneter Ausrüstung entdecken Meeresforscher die ökologischen Schäden an Flora und Fauna.

Müllstrudel: die Gullis weltweiter Wegwerfgesellschaft 

Je leichter Plastikpartikel sind, umso tiefer wandern sie in die Tiefen der Ozeane. Kommen dann noch starke Meeresstrudel dazu, entstehen sogenannte Müllstrudel. Dabei treibt Müll jeder Art ständig um die vertikale Achse des Strudels. Wie Gullis saugen die  Meeresstrudel gewaltige Wassermengen in die Tiefe. 75 Prozent des gesamten Unrats, der in den Strudeln rotiert, besteht aus Kunststoffen. Sie senken sich dort zunächst bis auf ca. zehn Meter ab, um schließlich – immer kleiner zermahlen – weiter abzutauchen. Weltweit rotten sich Plastikteile als im Wasser treibende sogenannte Plastikinseln zusammen. So verfängt sich nach und nach immer mehr Unrat daran und die Plastikinsel wächst an.

Auf Satellitenbildern sind weltweit fünf „Müllstrudel“ deutlich erkennbar: sie kreisen im Nordatlantik zwischen Nord- und Südamerika, im Südatlantik westlich von Angola, im Nordpazifik zwischen Kanada und China, im Südpazifik zwischen Peru und Australien und im Indischen Ozean zwischen Afrika und Australien. Der Größte von allen ist der Nordpazifikstrudel, der Great Pacific Garbage Patch. Schätzungen zufolge hat er sich inzwischen über eine Fläche ausgebreitet, die ganz Mitteleuropa abdecken könnte. Unvorstellbar, wenn alle mitteleuropäischen Staaten mit Plastikmüll überspült wären. Amerikanische Wissenschaftler schätzen, dass sich die Plastikmüllmenge bis 2025 vervierfachen werde.

Handlungskompass für Kunststofferzeuger, Politiker, Handel und Verbraucher

Inzwischen gibt es ein Bündel erfolgversprechender Lösungsansätze, um die Plastikflut einzudämmen. Eine Reduzierung produzierter Kunststoffprodukte verspricht dabei natürlich am meisten Erfolg. Denn damit wären Flora und Fauna kurzfristig entlastet. Kunststofferzeuger und politische Entscheider müssen dazu im Boot sitzen, Handel, Industrie und umweltbewusste Verbraucher reissfeste Segel hissen. Jetzt braucht unser blauer Planet auf der Brücke, auf Deck und in den Schoten eine eingespielte Mannschaft, denn die Kompassnadel zeigt ins Sturmgebiet. Im Kursbuch müssen kurzfristige Beschlüsse stehen, die national und international verbindliche Regelungen schaffen und in ruhige Gewässer führen.

Sonnenuntergang am Meer © Andreas Hermsdorf / www.pixelio.de

Sonnenuntergang am Meer © Andreas Hermsdorf / http://www.pixelio.de

Einkaufsratgeber des BUND holt Kunststoffhersteller ins Boot

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. hat einen Einkaufsratgeber zum Thema Mikroplastik aufgelegt. Eine genaue Liste zahlreicher Hersteller zeigt den Verbrauchern, welche Körperpflege- oder Kosmetikprodukte Mikroplastik enthalten. Der BUND kooperiert dabei mit dem Umweltbundesamt in Berlin (UBA). Wie die Meeresbiologin Stefanie Werner vom UBA in Dessau-Roßlau bereits im August 2015 der Berliner Zeitung berichtete, verhandle das Amt mit Vertretern der Kosmetikindustrie. Zielsetzung sei, in den Produkten ganz auf Mikroplastik zu verzichten. Offenbar haben dem zahlreiche Hersteller inzwischen zugestimmt.

Brauchen Sie eine Plastiktüte?

Diese Frage hört jeder von uns mehrmals täglich. Immerhin sind die Tüten für den Handel ein zentrales Marketinginstrument. Daher liegt es in seinem Interesse, daran festzuhalten. Allein in Deutschland werden jährlich über sechs Milliarden (in Zahlen: 6.000.000.000) Plastiktüten verbraucht. Nach Angaben von Bündnis 90/Die Grünen beläuft sich die Zahl verwendeter Plastiktüten europaweit auf 100 Milliarden Stück (in Zahlen: 100.000.000.000). Dünne Plastiktüten werden als Wegwerfprodukt verwendet. Schon nach kurzer Zeit landen sie im Müll.

Lösungsansätze zur Eindämmung der Plastiktütenflut sind inzwischen auf den Weg gebracht. Ein Bündel unterschiedlicher Ideen reift heran, um den Beschluss des Europaparlaments vom April 2015 erfolgreich umzusetzen. Der Verbrauch von leichten Plastiktüten soll EU-weit in zwei Stufen sinken: bis 2019 auf höchstens 90 Stück und bis 2025 auf höchstens 40 Stück pro Kopf und Jahr. Dabei bleibt den einzelnen EU-Staaten ihr eigener Spielraum bei der Realisierung bewahrt, also zum Beispiel ein Plastiktütenverbot, Gebühren- oder Pfandeinführung. Wie der Europaabgeordnete Axel Voss (CDU) berichtet, bleiben „dicke Plastiktüten über 50 Mikron“ und für die Verpackung von Nahrungsmitteln vorgesehene „kleinere unter 15 Mikron“ von der stufenweisen Regelung ausgenommen. Heute verwendet jeder EU-Bürger im Durchschnitt noch 200 Plastiktüten im Jahr, jeder Deutsche 71 Stück.

Plastiktüte © oekobeobachter

Plastiktüte verrottet in freier Natur © oekobeobachter

Nach Recherchen der Redaktion des Oekobeobachters hat sich das EU-Parlament in parlamentarischen Anfragen und Diskussionen mindestens seit 2011 diesem Thema angenommen. Warum das genannte Ziel also erst 2025 realisiert sein soll, bleibt unklar. Denn jede Verzögerung treibt tausende wehrlose Meerestiere und –vögel in den sinnlosen Tod.

Plastiktüten gegen Pfand

In Deutschland wird die oben genannte EU-Richtlinie per 1. Juli 2016 umgesetzt. Ab diesem Termin sollen Einzelhändler nach und nach für jede an Kunden ausgegebene Plastiktüte Geld verlangen. Über die praktische Umsetzung entscheidet dabei allerdings jedes Geschäft selbst. Also zum Beispiel, wann eine Ladenkette damit beginnt oder über den Preis pro Tüte. Natürlich bleiben andere Alternativen weiterhin offen. Handel und Gewerbe könnten beispielsweise ganz auf Plastiktütenangebote verzichten oder nur Leinentaschen für den Transport der Waren anbieten. Auch ohne EU-Regelung werden solche Möglichkeiten heute schon erfolgreich angewandt. Bei näherem Augenschein ändert sich also mit der Umsetzung der EU-Richtlinie in Deutschland wohl kaum etwas. Offen bleibt, ob Handel, Gewerbe und Verbraucher dem Grundgedanken der Richtlinie seinen festen Platz im Alltag einräumen möchten. Denn oberstes Ziel bleibt die Senkung der Plastikmüllmenge.

Eurozeichen © Lupo / www.pixelio.de

Eurozeichen © Lupo / http://www.pixelio.de

Handelsverband Deutschland (HDE) setzt auf Umweltschutz

Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat inzwischen ca. 150 Unternehmen davon überzeugt, die Richtlinie im eigenen Hause auf den Weg zu bringen. So verlangen die Modefachgeschäfte H&M und C&A inzwischen 20 Cent pro Plastikbeutel, Karstadt hat auf Mehrwegtragetaschen umgestellt und die Elektromärkte Media Markt sowie Saturn bieten Plastiktüten nur noch an, wenn der Kunde eine verlangt. Allerdings werden – nach Aussage der Greenpeace-Sprecherin Sandra Schöttner – nur 7 von 10 Kunststofftüten von HDE-Mitgliedern ausgegeben. Und dünne Plastikbeutel, die für Obst und Gemüse ausliegen, bleiben unberücksichtigt.

Einkaufsregale im Supermarkt © Rosel Eckstein / www.pixelio.de

Einkaufsregale im Supermarkt © Rosel Eckstein / http://www.pixelio.de

Die Supermarktkette Rewe bietet ab Juli 2016 überhaupt keine Plastiktüten mehr an. Auch ihr Lieferservice zieht am gleichen Strang. Damit sinkt der jährliche Verbrauch bei Rewe um 140 Millionen Stück. In Zukunft hat der Kunde dort die Wahl zwischen Baumwollbeutel, PET-Tasche oder Papiertüte. Der Sportartikelhersteller adidas und die Textilhandelskette Kik haben sich bereits im April und im Oktober 2015 dazu entschlossen. Die Stückzahlen für Kunststofftüten purzeln so nochmal zusammen um jährlich mindestens 220 Millionen. Im Verhältnis zum deutschen Gesamtverbrauch von sechs Milliarden Stück aber noch verschwindend gering. Aldi-, Lidl– und ein Großteil der Edekamärkte bieten weiterhin Kunststoffbeutel an.

Plastikrecycling

In Deutschland wird Plastik in Containern gesammelt und vielfach recycelt, also nach den Grundsätzen nachhaltigen Handelns wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt. So finden sich zum Beispiel die als Granulat verarbeiteten Teilchen von Plastikeimern als Bestandteil von Wärmematten wieder. Oder die handelsüblichen PET-Einwegflaschen werden zur Herstellung neuer Flaschen dieser Art beigemengt.

Plastikmüll im gelden Sack © oekobeobachter

Plastikmüll im gelden Sack © oekobeobachter

Das angestrebte Ziel, den künstlichen Stoff Plastik wieder zu verarbeiten, erscheint aufs Erste lobenswert. Recherchiert man jedoch genauer, so erfährt man, dass von den gesammelten Kunststoffabfällen gerade einmal „43 Prozent … recycelt und anschließend noch einmal eingesetzt werden“, wie die Süddeutsche Zeitung in ihrer Ausgabe vom 10.9.2014 berichtet. Wie das Blatt schreibt, schlucken Verbrennungsanlagen „55 Prozent der Abfälle.“ Die meisten Plastikabfälle werden also zur Energieerzeugung verfeuert. Noch aktuellere Angaben macht das ZDF in seiner Dokumentation „Zoff um den gelben Sack“ vom 1.November 2015. Bei stagnierenden Recyclingquoten würden lediglich 30 Prozent der gesammelten Plastikabfälle wieder in den Stoffkreislauf zurückgeführt.

Hohe Mitverantwortung der Verbraucher

Im Plastikpoker halten Kunststoffindustrie, Handel, Politik und auch Umweltverbände die besten Trümpfe in der Hand. Die Karten aber geben die Verbraucher aus. Im Endeffekt bestimmen sie, ob Plastikverwendung und -müllmenge schrumpfen. Vorausgesetzt, sie erkennen ihre Macht und leben sie voller Überzeugung aus. Es bringt nachweislich wenig, nur bis zur nächsten Straßenecke, dem nächsten Wohnviertel oder bis zur Landkreisgrenze zu denken. Globales Denken ist erforderlich, um den Poker zu beenden.

Pokerspiel © Timo Klostermeier / www.pixelio.de

Pokerspiel © Timo Klostermeier / http://www.pixelio.de

Vor beinahe 150 Jahren wurde der erste Kunststoff entwickelt. Seither überschwemmen zahllose praktische und unpraktische Produkte des Werkstoffes unseren Alltag – und verpesten unsere Umwelt. Wir entscheiden, ob wir eine Plastikbox aus Polypropylen (PP) oder lieber einen Stoffbeutel für unsere Brille nehmen. Wir entscheiden, ob ein Haushaltsreiniger im Plastikbehälter oder einer in Glasflasche im Einkaufswagen liegt. Ebenso selbstverantwortlich entscheiden wir, ob wir Plastikmüll in den gelben Sack oder hinter die nächste Hecke werfen.

Aktiver Umweltschutz hält die Natur kunststofffrei

Wie Verbraucher mit weniger Kunststoff über den Tag kommen, zeigen einige Tipps und Ratschläge:

  • Nur wenn sie den Müll trennen, kommt auch jeder Fetzen Kunststoff in den richtigen Behälter.
  • Nur wenn Plastik keinen Weg mehr in die freie Natur findet, bleiben die Meere in Zukunft davon befreit.
  • Nur wenn keine Produkte mit Mikroplastik mehr auf dem Einkaufszettel stehen, bleiben wichtige Lebensräume, wie Flüsse, Seen oder Ozeane frei davon. Dazu gehören neben vielen Duschgels und Peelings auch Wachse.
  • Nur wenn wir uns auch mal dazu bereit erklären, an Säuberungen in Feld, Flur und Park teilzunehmen, schützen wir Flora und Fauna aktiv vor weiteren Schäden. Umweltschutzvereine und -verbände laden Alt und Jung regelmäßig dazu ein.
  • Nur wenn wir beim Einkauf Plastikbeutel durch Stoff-, Leinentaschen, Körbe oder Papiertüten ersetzen, retten wir Meerestieren das Leben.

So geben wir Eissturmvögeln, Sturmtauchern und Albatrossen eine gute Chance auf ein gesundes Leben. Denn darauf hat nicht nur der Mensch ein Recht, sondern auch alle anderen Lebewesen. Nur im achtsamen Miteinander harmonieren wir erfolgreich.

Weiterführende Links:

Download der Publikation "Meer ohne Plastik" vom BUND im Pdf-Format
Petition auf change.org von Katharina: "Schluss mit dem Müll bei dm: Keine unnötigen 
Verpackungen & ressourcenvergeudende Produkte" 
Verein Plasticontrol e.V. informiert zum Thema Plastik in den Meeren. Kurze Videos zeigen 
die ernste Lage.
Auf der Seite von PlasticsEurope (Association of Plastics Manufacturers) kommt der Verband der 
europäischen Kunststofferzeuger  zu Wort. Er bietet eine Mediathek, aber auch Publikationen. So 
informiert die zweiseitige Publikation "Kunststoff: zum Wegwerfen viel zu schade" über das 
wichtige Thema Plastikrecycling. Sie steht zum kostenlosen Download im pdf-Format bereit.
Download des BUND-Einkaufsratgebers zum Thema Mikroplastik (pdf-Format)
Die Deutsche Umwelthilfe e.V. stellt fest: "Deutschland ist Abfall-Europameister." Der Verein 
forciert den Ressourcenschutz in Supermärkten und Drogerien.

© Paul Bock

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Über oekobeobachter

Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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