MIH-Studien legen nahe: Bisphenol A im Plastik stört Mineralisierung der Zähne von Kleinkindern

MIH ist eine Zahnerkrankung bei Kleinkindern. Inzwischen tritt sie weltweit auf. Tendenz steigend.

Die Abkürzung MIH steht für Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation. Wenn Kleinkinder Karies entwickeln, leiden sie oft auch unter MIH. Das heisst, ihnen fehlen etwa 90 Prozent der Mineralstoffe ihres Zahnschmelzes. Davon betroffen sind ihre ersten Backen- und Schneidezähne. Die Zähne entwickeln sich daher sehr porös und sind nicht belastbar. Nur eine rechtzeitige Behandlung auf dem Stuhl eines erfahrenen Zahnarztes bremst jahrelange schmerzhafte Nachbehandlungen erfolgreich aus. MIH zeigt ähnliche Symptome wie Karies. Daher werden die kleinen Patienten manchmal zuerst gegen Karies behandelt. Das bringt ihnen allerdings keine Gesundung.

MIH: Zehn Prozent aller Kinder in Deutschland davon betroffen

MIH ist kein Sonderfall, denn allein in Deutschland leiden bereits heute 10 Prozent der Kinder darunter. Studien haben eine deutliche Zunahme der Erkrankung ergeben. Dabei zeigen sich auch regionale Schwerpunkte. So nehmen die Erkrankungsfälle innerhalb Europas deutlich von Süd nach Nord zu. Zum Beispiel überschreitet die Quote betroffener Kinder in Dänemark bereits 37 Prozent. Im skandinavischen Raum werden die meisten Fälle gezählt. Dort enthält Babynahrung auch Fischbestandteile. Unterschiedliche Studien gehen deshalb davon aus, dass sich Mikroplastikpartikel, die die Fische im Meer aufgenommen haben, auf die Kleinkinder übertragen.

Französische Studie enttarnt Bisphenol A als Ursache

Bisphenol A ist Bestandteil von Weichmachern, die sich im Plastik befinden. Viele Lebensmittelverpackungen aus Plastik – zum Beispiel Trinkflaschen, Innenbeschichtungen von Dosen und andere Plastikverpackungen – enthalten den Stoff. Wie die Studie feststellt, dringt Bispenol A über Plastiverpackungen in die Lebensmittel ein und gelangt auf diesem Weg in den Körper. Das Bundesumweltamt in Berlin hat den Stoff bereits im Visier, da er hormonell wirkt, offenbar zu Unfruchtbarkeit führt, aber auch Krebs verursachen kann. Tierversuche bestätigen das dargestellte Krankheitsbild der Zähne bei Kleinkindern.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter: 

„Die unsichtbare Gefahr aus dem Plastikmüll“ von Slvia von der Weiden (WELT)

Ursachen und Behandlung von MIH (Universitätsklinikum Gießen)

Französische Studie zu MIH PlastiControl zu Bisphenol A Plastik – Schauen Sie sich die Folgen dieses Wahnsinns an!

Bleiben Sie bitte weiterhin wachsam.

© Paul Bock

 

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