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So retten Sie Smartphones, Tablets und Co. vor dem Schrottcontainer

Wohin mit defekten Smartphones und Tablets?

Eine Frage, die sich nicht nur Fachleute von Greenpeace stellen, sondern die früher oder später auch viele Verbraucher 
beschäftigt. Immerhin gehen fast 1,5 Milliarden neue Handys (1.500.000.000 Stück) im Jahr auf der ganzen Welt 
über die Ladentische. Eine Zahl, die in der globalen Welt tiefe Spuren hinterlässt. Denn die wenigsten Verbraucher 
kaufen sich wohl das erste Gerät. Die meisten ersetzen ein veraltetes gegen ein modernes, um auf der Welle technischen
Fortschritts zu bleiben. Oder sie tauschen ihr defektes kurzerhand gegen ein neues aus. Damit wachsen nicht nur die 
Elektronikriesen über alle Maßen, sondern auch die Elektroschrottberge.

defekte Geräte © Paul Bock

defekte Geräte © Paul Bock

die Uhr tickt unerbittlich

Die Verbraucher entscheiden natürlich selbst, was, wann und wieviel sie kaufen. Aber wenn die Müllberge weltweit 
wie Wolkenkratzer in den Himmel wachsen, begräbt sich der Mensch bald selbst darunter. Dann zerstört er nachhaltig 
ökologische Netzwerke, wo sie heute noch Hand in Hand greifen. Er vergisst, dass er sie mittel- und langfristig für sein 
eigenes gesundes Weiterleben benötigt. 

Zum Beispiel zeigt der Skandal um die weltweite ökologische Verunreinigung durch Mikroplastik , welche Ausmaße fahrlässige
Herstellung und Verwendung hochkomplexer Stoffe annimmt. Dabei weiß heute noch niemand genau, welche Gesundheitsschäden
Millionen Menschen dadurch erleiden. Auch wenn sich heute offenbar nur wenige Konsumenten solche Zusammenhänge bewusst 
machen und die Mehrheit lieber im Kauf- und Wegwerfrausch lebt, läuft für uns alle die Uhr unerbittlich. Minute für Minute verpestet
Müll jeder Art ökologische Pfade wie Boden, Luft und Wasser.

Handys und Smartphone © Paul Bock

Elektroschrott © Paul Bock

Umsatz- und Wachstumsdenken treiben Natur in den Ruin
 
Noch zu oft stehen Umsatz- und Wachstumsdenken umweltgerechtem Handeln im Weg. Allein die Abfallmengen Deutschlands
zeugen davon: wie ZEIT ONLINE 2015 berichtete, produziert jeder Bürger des Landes jährlich mehr als 600 Kilogramm Müll.  
Davon sind laut Greenpeace fast 22 Kilogramm Elektroschrott, der oft tonnenweise als Restmüll deklariert in Asien und Afrika 
landet. Dort versuchen Einheimische an wertvolle Rohstoffe des Schrotts zu gelangen, um damit zu handeln und ihr ärmliches
Einkommen zu erhöhen. Oft tragen sie dabei schwere gesundheitliche Schäden davon, die sie noch mehr ins gesellschaftliche
Abseits drängen. Seit Jahren deckt Greenpeace diese Missstände auf und versucht auch auf politischer Ebene,
das Steuerrad zu drehen.

Die Parole der Wirtschaft heißt natürlich Gewinnmaximierung, die der Konsumenten wohl häufig "kaufen um jeden Preis". 
Die Elektronikbranche macht dabei keine Ausnahme. Noch führen Produktionswahn und Müllspirale uns in pechschwarze 
Tunnel, an deren Ende kein heller Hoffnungsschimmer lockt. Wahre Jammertäler liegen vor uns, wenn Wirtschaft und 
Verbraucher weiterhin so verantwortungslos mit kostbaren Ressourcen spielen. Immerhin weiß jeder einigermaßen
aufgeklärte Bürger darüber Bescheid. In den Schulen gehört das zum Lehrstoff. Aber es gibt in diesem Dilemma noch
ernsthafte Hoffnung, wenn Vernunft den Knoten aus Egoismus, Profitgier und Prestigedenken aufdröselt. Denn dann bleiben
Menschen, Flora und Fauna nachhaltig vor Schaden bewahrt.

So platzt der Knoten bei Wirtschaft und Verbraucher

Wenn Rohstoffe knapp werden, muss man damit haushalten. Das Zeitalter nachhaltigen Denkens und Handelns ist schon
lange angebrochen. Doch die praktische Umsetzung steckt noch oft in den Kinderschuhen. Immerhin sagt der gesunde
Menschenverstand Dreierlei:
 
1. Die Herstellung neuer Elektroprodukte muss im Hinblick auf spätere Recycling- und Reparaturmaßnahmen getrimmt sein.
2. Defekte Geräte dürfen nicht kurzerhand auf dem Müll landen, sondern erstmal auf Reparaturfähigkeit geprüft werden.
3. Wertstoffe aus unreparablen Geräten müssen in den Stoffkreislauf zurückgeführt und wiederverwendet werden.

Smartphone-Reparatur © Paul Bock

Smartphone-Reparatur © Paul Bock

Gute umweltgerechte Lösungen sind schon auf den Weg gebracht. So machen sich inzwischen Handy- und PC-Hersteller
ernsthaft Gedanken über leichter reparable und recyclebare Produkte. Laut Umfragen möchten auch die Käufer nachhaltiger
handeln und ihre Geräte zunächst einmal zur Reparatur bringen. Dies ist in den meisten Fällen kostengünstiger als ein Neukauf.
Inzwischen haben Elektronikprofis den Markt für Reparaturen für sich entdeckt, so dass die Kunden sogar vergleichen
können, welchem Fachmann sie ihr Gerät anvertrauen möchten. So finden sich in jeder Region auch Werkstätten, die ohne
lange Wartezeiten und Termin das Handy oder Tablet durchchecken und die Fehler korrigieren.

Tricks und Kniffe zur Selbstreparatur

Wie man defekte Handys oder Tablets selbst repariert, zeigen zum Beispiel Greenpeace-Aktivisten. Bei ihnen lernt man,
wo man wie Hand anlegt, damit das Gerät wieder problemlos funktioniert.  

Weiterführende Links:

Zentrum für Elektroschrott in China
Elektroschrott ist Rohstoff für neue Produkte



© Paul Bock

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Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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