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Naturschutz in Deutschland gestärkt – Umweltverbände sichern Meeresschutz

Weite Gebiete der Weltmeere liegen im Sterben

Zig-Millionen Tonnen Müll jeder Art dümpeln in den Ozeanen, vergiften und töten Meerestiere. Seevögel, Fische und Weichtiere fristen dort inzwischen ihr jämmerliches Dasein. Sogar Schnabel- und Pottwale schwimmen als lebende Müllcontainer auf See. Seltene und geschützte Arten verhungern, weil Plastikmüll ihre Mägen verstopft. Pestzide und im Wasser gelöste Weichmacher geben ihnen den Rest. Gigantische auf Meeresböden verankerte Plattformen zur Öl- und Gasförderung stellen für jedes marine Ökosystem eine unkalkulierbare Gefahr dar.

Erdöl-Plattform im Bau © W. Broemme / www.pixelio.de

Erdöl-Plattform im Bau © W. Broemme / http://www.pixelio.de

Wer von uns lebt auf einer Müllkippe?

Freiwillig kein Mensch. Ernsthaft vorstellen möchte sich das wohl auch niemand. Keine Wahl allerdings haben Meerestiere. Sie müssen im stinkenden Wasser tauchen, schwimmen und sich putzen. Tagein, tagaus fischen sie im Modder und klebrigen Irgendwas nach Nahrung. Meerestiere leben heute im Vorhof zur Hölle. Und die Tiere, die noch überleben, werden trotz Fangquoten sinnlos abgefischt. Allzu oft sogar mit Grundschleppnetzen, um den Profit noch zu steigern. Seit langer Zeit schrumpft der Artenreichtum der Meere durch Überfischung. Daher steht für zahlreiche Umweltorganisationen Eines fest: Überfischung ist die Hauptursache für den Verfall der Weltmeere. 

Müllhalde in Nepal © Dieter Schütz_pixelio.de

Müllhalde in Nepal © Dieter Schütz_pixelio.de

Tatsache ist: Menschen verpesten grob fahrlässig und ganz bewusst die Weltmeere

In einstmals gesunden Meeresräumen bläst der Mensch die Lebenslichter aus, macht die Heimat ungezählter Lebewesen unbewohnbar. Dabei kommt die ernsthafte Vermutung auf, viele Menschen leben fern dieser Realität und traben einfach in der Masse mit. Mit Scheuklappen bewaffnet blenden sie unangenehme Wahrheiten aus. Auf dem Gespann flattert fröhlich und frei die Fahne fatalistischen Denkens. Führer- und ziellos scheint der Wagen in eine zweifelhafte Zukunft zu preschen.

Segelschiff © jerzy pixelio.de

Segelschiff © jerzy pixelio.de

Jetzt erhebt sich die Frage, welche Segel die Menschheit am besten hisst, um den Zustand der Meere zu verbessern –  sie vielleicht sogar langfristig zu retten. Immerhin leben 2017 bereits 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde. Bis 2100 wächst die Weltbevölkerung auf 12,3 Milliarden. Das schätzt eine aktuelle Studie der Universität von Washington. Unter diesen Voraussetzungen wird wohl nur globale Muskelarbeit und Navigation den Zielpunkt „Meeresschutz“ im Fadenkreuz behalten und sicher erreichen. Diese Zahlen mögen die Ansicht vieler Fatalisten erstmal bestätigen, doch am Horizont taucht heute schon Land auf. Zumindest zeigen sich regional und global flache Ansätze, die das Steuerrad auf Kurs halten und die Meere schützen. Wer mit dem Tode ringt, braucht jedoch Soforthilfe. Halbherzige Konferenzen, wie die internationale Ozean Konferenz der Vereinten Nationen (UN) im Juni 2017, wirken allerdings wie der Tropfen auf den heissen Stein:

UN Ocean Conference 

Die Initiative der UN, alle 193 Mitgliedsstaaten an einen Tisch zu holen, gab zunächst Hoffnung, den Meeresschutz zu stärken. Das Treffen fand vom 5. bis 9. Juni 2017 in New York statt. Also Zeit genug, Nägel mit Köpfen zu machen. Fachminister aus 85 Staaten nahmen daran teil. Überfischung, Artenschwund, Vermüllung der Meere und Klimabelastung wurden zwar ausführlich besprochen, zu verbindlichen Beschlüssen kam es aber nicht. Immerhin verpflichteten sich einzelne Länder, eigene Projekte im Meeresschutz voranzutreiben. Fortschritte werden dabei allerdings weder verbindlich noch unabhängig überprüft. Daher umfasst das Abschlussdokument des fünftägigen UN-Treffens lediglich sechs Seiten. Schon ein Arbeitsvertrag hat mehr Inhalt.

Ostseeküste © Neurolle - Rolf pixelio.de

Ostseeküste © Neurolle – Rolf pixelio.de

Deutscher Naturschutz stärkt Meeresschutz

Was der UN Ocean Conference auf globaler Ebene misslang, setzten Umweltverbände auf regionaler Ebene für Nord- und Ostsee erfolgreich um. Denn bisher konnten Bundesministerien mit ihrem Vetorecht Maßnahmen aushebeln, die den Meeresschutz stärken. Eine mehrheitliche Abstimmung des deutschen Bundestages schob nun diesem Missstand einen Riegel vor. Das Bundesnaturschutzgesetz bleibt also auch weiterhin für die deutschen Meere maßgeblich zuständig. Vertreter namhafter Umweltverbände haben sich dafür engagiert:

 

BUND - Friends of the Earth Germany
NABU - Naturschutzbund Deutschland e.V.
DUH - Deutsche Umwelthilfe e.V.
DNR - Deutscher Naturschutzring , Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen e.V.
Schutzstation Wattenmeer e.V.
Greenpeace e.V.
Whale & Dolphin Conservation gGmbH
Umweltstiftung WWF Deutschland - World Wildlife Fund

 

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© Paul Bock

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