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NABU: Öko-Bilanz der Bundesregierung hinkt – Menschheit lebt auf zu großem Fuß – Zwei-Grad-Ziel nur schöner Traum?

Öko-Bilanzen stärken den Umweltschutz

Regeln und Vorschriften machen nur dann wirklich Sinn, wenn sich Menschen daran halten. Das ersetzt allerdings keine regelmäßige zuverlässige Kontrolle. Denn nur dann können die vielfach belastete Flora und Fauna geschützt werden. Ein Mittel, um dieses wichtige Ziel zu erreichen, ist die Öko-Bilanz.

Um zum Beispiel die Öko-Bilanz von Produkten zu ermitteln, fließen alle Faktoren ein, die die Umwelt energetisch oder stofflich beeinflussen. Dabei wird genau festgestellt, welche Energien freigesetzt werden oder erhalten bleiben, welche Stoffe verbraucht oder verlustfrei wiederhergestellt werden können.

Unter Öko-Bilanz versteht man also eine Lebenszyklus-Analyse, die alle Umweltfolgen unter einen Hut bringt. Sowohl positive, als auch negative. Zum Beispiel drückt die Herstellung eines Kraftfahrzeugs dessen Öko-Bilanz ganz erheblich, weil dafür 400.000 Liter Wasser verbraucht werden. In diese Angabe fallen Verbrauchsdaten von der Rohstoffgewinnung bis hin zum fertigen Auto. Die Redaktion hat vergeblich nach Faktoren gesucht, die die Öko-Bilanz von Kraftfahrzeugen verbessern.

Erfolgskurve zeigt nach unten - copyright fotoART by Thommy Weiss - pixelio.de

Erfolgskurve zeigt nach unten – copyright fotoART by Thommy Weiss – pixelio.de

Auch Regierungen und deren Vertreter lassen regelmäßig Ökobilanzen für ihren Staat erstellen. Immerhin lastet auf ihren Schultern große Verantwortung für das Bürgerwohl. Dabei muss ihnen auch der Spagat zwischen wirtschaftlichen Zielen und Anforderungen an den Umweltschutz gelingen. Die Ergebnisse einer gesamtwirtschaftlichen Ökobilanz tragen dem Rechnung.

Geht es zum Beispiel um Ökobilanzen einzelner Produkte, so regelt seit 1996 die Deutsche Industrienorm DIN 33926 Vorgehen und Rechtmäßigkeit. Grundsätzlich bildet nachhaltiges Vorgehen die Grundlage der Bilanzen. Dabei überträgt der Begriff  „ökologischer Fußabdruck“ Zahlen und Tendenzen sehr treffend in die Bildersprache.

NABU: Öko-Bilanz der Bundesregierung hinkt

Wie die Umweltorganisation NABU die Öko-Bilanz in Deutschland vor der kommenden Bundestagswahl bewertet, kommentiert Jörg Seisselberg vom ARD. Besonders in der Landwirtschaftspolitik erkennt der Naturschutzbund wichtigen Nachholbedarf. Denn sie treibt den deutlich erkennbaren Artenschwund voran. Davon sind in erster Linie Feldvögel und Insekten betroffen. Die Agrarwirtschaft schädigt aber ebenso durch überhöhte Düngereinträge gesunde Böden, was die Grundwasserbelastung durch Nitrate und Pestizide unnötig erhöht. Lesen Sie, was der NABU dazu schreibt.

Intensivlandwirtschaft © _Gabi Schoenemann_pixelio.de

Intensivlandwirtschaft © _Gabi Schoenemann_pixelio.de

Menschheit lebt auf zu großem Fuß

Wer täglich maßlos lebt, darf sich nicht wundern, wenn Speisekammer, Energietank oder Bankkonto allzu rasch geplündert sind. Besonders wenn Nachschub ausbleibt. Mangel und Notzeit ziehen dann rasch Unzufriedenheit nach sich. Ja, vielleicht entladen sich die Gefühle in Aggressivität, die sich früher oder später sogar zu Kriegen zwischen Völkergruppen oder Staaten entwickeln.

Ein globaler Engpass mag also fatal wie ein Tsunami Verwüstung und Elend bringen. Jeder aufgeklärte Bürger weiß das. Und doch finden auf der Loopingbahn ins Verderben offenbar nur wenige die Bremse und wagen den Ausstieg. Es scheint, als ob kaum jemand nachhaltiges Denken im täglichen Leben umsetzen möchte. Als ob sich ein Leben nur dann angenehm anfühlt, wenn ungehemmte Konsumsucht und schillernder Kaufrausch siegen. Und persönlicher Verzicht uns Mangel vorspiegelt.

Fußabdruck - copyright by Carolin Daum - pixelio.de

Fußabdruck – copyright by Carolin Daum – pixelio.de

Kein Wunder also, dass der „ökologische Fußabdruck“ unseres inzwischen grauen Planeten im Jahr 2017 im Vergleich zum letzten Jahr gewachsen ist. Das Wissensmagazin scinexx berichtet schonungslos dazu. Die Umweltstiftung WWF Deutschland beschreibt leichtverständlich und mit ansprechenden Grafiken, was sich hinter dem „ökologischen Fußabdruck“ verbirgt. Wer noch tiefer ins Thema einsteigen möchte, stillt den Wissensdurst am besten beim Global Footprint Network.  Dort finden Sie auch einen Daten-Explorer, der Ihnen „ökologische Fußabdrücke“ einzelner Länder zeigt, Datendownloads ermöglicht und ein breites Spektrum an Hintergrundmaterial bietet.

Im Beitrag von Greenpeace zum Thema „Earth Overshoot Day“ kommt der Schweizer Mathis Wackernagel zu Wort. Er sieht Chancen, das weltweite Problem schwindender Ressourcen in den Griff zu bekommen. Mathis Wackernagel hat die Forschungsorganisation „Global Footprint Network“ gegründet. Empfehlenswert!

Zwei-Grad-Ziel nur ein schöner Traum?
Zwei Grad Celsius: ein kleine Differenz mit großer Wirkung - copyright -by Karl-Heinz Liebisch - pixelio.de

Zwei Grad Celsius: ein kleine Differenz mit großer Wirkung – copyright -by Karl-Heinz Liebisch – pixelio.de

Vor diesem Hintergrund kommen inzwischen ernste Zweifel auf, ob die Weltgemeinschaft das angestrebte Zwei-Grad-Ziel erreicht.

Das Wissensmagazin scinexx.de beleuchtet, warum das Ziel wohl nur ein schöner Traum bleibt. Ein kritischer und genauer Beitrag.

Fundiertes Hintergrundmaterial mit Daten, Fakten und weiteren Links finden Sie auf agenda21-treffpunkt.de.

 

Weiterführende Infos zu allen Themen:

Vereinigung Deutscher Gewässerschutz e.V. zum Wasserverbrauch

Berechnung Ihres persönlichen „ökologischen Fußabdrucks“ bei BUND Jugend. Erlauben Sie dem Adobe Flash Player den Zugriff auf diese Seite. Es lohnt sich.

Wissen.de zur Nachhaltigkeit

 

© Paul Bock

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Über oekobeobachter

Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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