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Mensch verursacht Artensterben – Rettungsaktion für Vaquita-Schweinswal – Aktuelle Studie zeigt: Plastikmüll macht Meerestieren Appetit – Internationaler Orangutan-Tag

 

Mensch verursacht Artensterben

 

Egal, welche Art in Flora oder Fauna ausstirbt: die Ursachen sind meist gleich. Nur die Schwerpunkte verschieben sich. Einmal dominieren Klimaänderungen, ein anderes Mal stehen ökologische Gründe ganz vorn. Aktuelle Beispiele dafür sind Insekten- und Vogelsterben.

 

Massenhafter Pestizideinsatz tötet Insekten, von denen sich Vögel vom Frühjahr bis in den Herbst hinein ernähren. Daher müssen sie sich mit Diätkost begnügen, die besonders zur Aufzucht ihrer Jungen kaum genügt. Denn nährstoffreiche Insekten bleiben die beste Nahrung für Vögel. Dadurch schrumpfen ihre Populationen in bedrohlichem Maße. Das ist allerdings nur ein Grund für das flächendeckende Vogelsterben.

 

Honigbiene © Luise - pixelio.de

Honigbiene © Luise – pixelio.de

 

Welche Art auch immer bedroht sein mag, der Mensch unterzeichnet dafür als Verantwortlicher. Das betrifft nicht nur Populationen auf dem Lande, sondern auch in den Meeren. Dort schwärmt kostenlose Fischware, die ihm schnellen und hohen Gewinn verspricht. Daher erkennt der Mensch in Meerestieren meist nur eine Bestimmung: sie zu fangen, zu verkaufen und auf ihre Kosten Profit zu machen.

 

Je höher die Fangquoten, umso mehr Geld klingelt in den Kassen. Aber der Kampf um Marktanteile auf See fordert für uns alle einen hohen Tribut, der nachhaltigem Handeln völlig widerspricht: weltweit werden zahlreiche Fischarten aussterben. Immerhin möchten auch die Verbraucher keineswegs auf leckere, preiswerte Meerestiere verzichten.

 

Kein vernünftiges Individuum verschwendet Naturressourcen so unverantwortlich und übermäßig wie der Mensch. Kein Wunder, dass solches Handeln zu weiteren vermeidbaren Folgen führt.

 

Toter Schweinswal auf Sylt copyright nature.picture_pixelio.de

Toter Schweinswal auf Sylt copyright nature.picture_pixelio.de

 

Rettungsaktion für Vaquita-Schweinswal

 

Neben der Ausbeutung schwindender Fischbestände, verfangen sich täglich Meerestiere jeder Art in Stell- und Schleppnetzen. Sie sind nur zur falschen Zeit am falschen Ort. Und weil sie noch zu jung sind, um auf dem Teller zu landen, oder die Fangflotten andere Arten im Visier haben, gelten sie als sogenannter Beifang. Die Trawler kippen sie dann ins Meer zurück. Immer wieder sind sie verletzt und damit dem Tode geweiht. In festverankerten Stellnetzen ersticken unzählige Tiere. So verspielt der Mensch zusätzlich eine Chance, bedrohte Arten zu retten.

 

Die Vaquita-Schweinswale, auch Kalifornische Schweinswale oder Golftümmler genannt, sind dafür ein aktuelles Beispiel. Von dieser kleinsten bekannten Walart leben heute nur noch ungefähr 30 bis 100 Tiere. Weltweit. Wie Sie den Quellen entnehmen, variieren die Bestandsdaten erheblich, aber so geringe Populationen sind ein Hilfeschrei der Vaquitas. Diese sehr scheue Schweinswalart tummelt sich nur im Norden des kalifornischen Golfs und gerät dort sehr oft in Stellnetze der Fischer.

 

Fischernetz - copyright Monika Herkens - pixelio.de

Fischernetz – copyright Monika Herkens – pixelio.de

 

Immer wieder umgehen Fischer, die dort erlassenen Stellnetzverbote. Das garantiert ihren Lebensunterhalt. Natürlich versuchen Tierschützer die bedrohten Schweinswale vor Ort zu retten. Doch die starke Fischereilobby kooperiert eng mit der mexikanischen Regierung, so dass die Trümpfe der Naturschützer und Ökologen nicht stechen. Nach langem Tauziehen zwischen den Kontrahenten wurde sogar ein Gebiet im Nordwesten des kalifornischen Golfs zum Schutz der Vaquitas ausgewiesen. Aber ihre Population hat sich offenbar nicht erholt.

 

Nun läuft ab Mitte Oktober 2017 eine beispiellose Rettungsaktion an, bei der die Vaquitas eingefangen und in einen sicheren Lebensraum gebracht werden. Auch der Nürnberger Tiergarten setzt sich dabei aktiv ein.

 

Lesen Sie mehr dazu:

 

Gemeinnützige Organisation zum Schutz von Walen und Delfinen (WDC) über kalifornische Schweinswale (Vaquitas)

 

World Wildlife Fund (WWF) zum Thema „Aussterben der Vaquitas“

 

Sehr informativer Beitrag von Nicole Graaf (Deutschlandfunk). Sie können sich den Artikel dort auch anhören. TIPP der Redaktion

 

nordbayern.de (Nürnberger Nachrichten) zur Beteiligung des Nürnberger Tiergartens an der Vaquita-Rettung

 

Aktuelle Studie ergibt: Plastikmüll macht Meerestieren Appetit

 

Plastikmüll verseucht zig-tonnenweise Böden, Bäche, Flüsse und Meere. Weltweit. Die ganze Erde dient Menschen als Plastikmüllhalde. Wie ein riesiges Filtersystem sammeln besonders die Weltmeere alle Arten von Kunststoffen. Inzwischen sind nicht nur Meerestiere damit vergiftet, sondern auch der Mensch selbst, also der Verursacher dieses globalen Missstands.

 

Meeresorganismen nehmen Kunststoffteile sehr leicht auf, da sie als sogenanntes Mikroplastik beinahe unsichtbar im Meer schweben. Wind und Wellen zermahlen größere Plastikfragmente allmählich zu immer kleineren. Auch Meersalze zersetzen die Teilchen. So wandeln sich zum Beispiel Plastiklöffel, -folien und -kanister rasch zu Mikroplastik um.

 

Plastiktüte © oekobeobachter

Plastiktüte verrottet in freier Natur © oekobeobachter

 

Forschungen haben bisher bereits ergeben, dass Kleinstlebewesen (Mikroben) sich sehr gern an Plastikmüll ansiedeln, der im Meer treibt. Nehmen also Meerestiere Kunststoffe auf, schlucken sie damit auch Mikroorganismen, die darauf leben. Übrigens nehmen sie dabei nachweislich auch jede Menge Pestizide auf, die ebenfalls am Plastik haften.

 

Meeresschildkröte © Harald Schottner / www.pixelio.de

Meeresschildkröte © Harald Schottner / http://www.pixelio.de

 

Eine aktuelle Studie hat nun zum Thema Mikroplastik neue wichtige Erkenntnisse offengelegt: Kunststoffe, die länger im Wasser schweben, verlieren dadurch ihren Eigengeruch und nehmen den Geruch von Fischnahrung an. Fische erkennen dann also Plastik nicht mehr als fremdartige Wasserbestandteile, sondern als vermeintliches Futter. Offenbar bekommen Meerestiere auf diese Weise sogar richtig Appetit auf Kunststoffteilchen, die wie Trojanische Pferde die Organsimen beständig vergiften.

 

Mehr zum Thema erfahren Sie bei WIRED Germany und nerdblog.

 

ZEIT ONLINE bietet Ihnen einen Beitrag von Lara Malberger: „Lieblingsessen Plastik“. Sie behandelt das Thema Plastikrecycling nach neuesten Erkenntnissen.

 

Internationaler Orangutan-Tag

 

Orangutane stammen ursprünglich aus Südostasien. Diese Menschenaffen leben in tropischen Urwäldern als Einzelgänger. Die vom Aussterben bedrohten Tiere gebären nur ungefähr im Fünfjahreszyklus lediglich ein Jungtier. Schon aus diesem Grund bleibt die Zukunft überlebensfähiger Populationen fraglich. Denn – wie viele andere Arten – haben sie noch kein Konzept entwickelt, den Machenschaften des Menschen entgegen zu wirken. Er schränkt ihre Lebensräume in zunehmendem Maße ein, jagd nach ihnen und infiziert sie sogar mit Krankheiten. Heute leben nur noch ungefähr 50.000 Orangutans in freier Wildbahn.

 

 

Heute leben auf Sumatra und Borneo noch Orangutans. Aber mit der Abholzung der Regenwälder verlieren sie ihre Lebensräume und ziehen sich immer weiter zurück. Auch Orangutans fristen ihr Dasein als Opfer unverantwortlicher, menschlicher Lebensweise. Gewinnsucht vor Artenschutz heisst die Devise. Wirtschaftliche Gesichtspunkte dominieren vor Naturschutz. Die Redaktion kann Ihnen dafür zahllose Beispiele anführen, die Bände füllen. Der Schwund von Vogel-, Insekten- und Fischarten lässt sich auf den gleichen Nenner bringen.

 

Zum Orangutan-Tag am 19.8.2017 hat Ihnen die Redaktion wieder ein Informations-Paket geschnürt. Dort lesen Sie weitere Details zum Thema.

 

Übrigens ist das Erbgut des Orangutans dem menschlichen sehr ähnlich, nämlich zu 96,5%. Bleibt abschließend noch die Frage, wie 3,5% Erbgutdifferenz so viel menschliche Unvernunft mit sich bringen?

 

Ihr Informationspaket zum Thema Orangutans:

 

Der Steckbrief des Orangutans (Biologie-Schule.de)

 

Beitrag der Deutschen Welle (DW) zum internationalen Orangutan-Tag (mit dreiminütigem Video) Empfehlung der Redaktion!

 

Beitrag von GEOlino (mit 15 naturnahen Fotos von Orangutans)

 

Video 1 aus ZDF.de (1:33 Min) und Video 2 aus ZDF.de (2:59 Min) Empfehlung der Redaktion

 

Hannes Jaenicke im Einsatz für Orangutans (Video, 1:58 Min)

 

Nun wünscht Ihnen die Redaktion des oekobeobachters reichhaltige Erkenntnisse. Vielleicht teilen Sie sie mit Freunden, Nachbarn und Arbeitskollegen. Damit die Vielfalt unseres einmaligen Planeten lebendig bleibt. Und denken Sie bitte daran: der oekobeobachter freut sich über jeden Kommentar. –

 

© Paul Bock

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Über oekobeobachter

Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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