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Nitrate und Mikroplastik stressen Meere – Warum Arktiseis Methan freisetzt – Was sagen Parteien zum Umweltschutz? – Buchtipp für Sie

Jeder von uns möchte sich täglich satt essen. Landwirte beackern dazu ihre Felder. Um darauf Erträge zu steigern, bringen aber die meisten Agrarier tonnenweise Düngemittel und Pflanzenschutzmittel aus. Düngemittel sind Nährstoffe, die Lebenskraft und Wachstum der Pflanzen fördern. Also im Prinzip eine gute Sache. Doch ein großer Mengenanteil davon entfällt auf Nitrate, also Stickstoffverbindungen. Diese Stoffe belasten nachweislich Böden und Wässer übermäßig. Ein Problem, das schon lange erkannt worden ist, aber bisher immer noch weitgehend ungelöst bleibt – mit zahlreichen ökologischen Folgen im Schlepptau.

 

Denn oberirdisch und unterirdisch werden diese Mittel bis in weitabgelegene Gebiete eingetragen. So gelangen sie in Böden, Bäche, Flüsse, Seen und Meere, also in empfindliche Ökosysteme. Wasser findet bekanntlich immer Wege, sich zu verteilen. Quasi im Huckepack-Verfahren werden also Düngemittel und Pestizide über unterschiedlichste Wassersysteme überall dort eingespült, wo sie gar nicht hingehören. Wässrig gelöst sammeln sie sich dort in hohen Konzentrationen. Ökologische Gleichgewichte geraten so ins Wanken.

 

Großökosystem Meer © Rosel Eckstein / www.pixelio.de

Als Großökosysteme regulieren Meere Wetter und Klima © Rosel Eckstein / http://www.pixelio.de

 

Häufig zeigen sich die Folgen genau dort, wo zum Beispiel Flüsse ins Meer münden oder Oberflächenwasser sich in Bächen oder Seen sammelt: Algenpopulationen blühen auf und entziehen dem Wasser übermäßig viel Sauerstoff, so dass gesunde Ökosysteme kurzfristig zusammenbrechen. Mit diesen Auswirkungen kämpfen inzwischen zahlreiche Länder. Manchmal verstärkt sich die Situation durch den Klimawandel zusätzlich.

 

Damit aber nicht genug: Denn auch das vielbeschriebene Mikroplastik wird mit dem Wasser auf die gleiche Weise fortgetragen und landet schließlich in den Weltmeeren. Global gesehen erhöht sich der Stress der Meeresflora und – fauna damit erheblich.

 

Wenn Sie möchten, lesen Sie mehr darüber in weiteren Presseberichten:

 

„Algeninvasion zerstört Frankreichs Strände“ (Deutsche Welle, mit Videos)

 

Chile: „Tonnen von ersticktem Lachs … „ (welt.de)

 

„Giftige Algenbrühe an Badestränden in Florida“ (Berliner Zeitung)

 

„Giftalgen in Adria auf Vormarsch“ (News, ORF.at)

 

ZEIT ONLINE zu überhöhten Nitratwerten im deutschen Grundwasser

 

Umweltbundesamt zum Thema „Nitrat im Grundwasser“

 

chemie.de zum Thema „Dünger“

 

ARD: planet wissen zum Thema „Algen“

 

Warum Arktiseis Methan freisetzt

 

In Methan steckt viel Energie. Als Hauptbestandteil von Erdgas (85 – 98 %) zählt es zu den fossilen Brennstoffen. In riesigen Lagerstätten schlummert Methan unter Tage. Es hat sich heute als begehrte Energiequelle entwickelt. Da das Gas aber leicht brennbar ist, wenn genug Sauerstoff dazu kommt, bleibt seine Förderung risikoreich. Beim Verbrennungsprozess entsteht neben Wasser auch Kohlendioxid, das alle fossile Energien langfristig speichern. Oberirdisch bildet sich Methan zum Beispiel, wenn Biomasse fault. Dabei schultern Mikroorganismen die meiste Arbeit. Methan heisst daher auch „Fäulnisgas“.

 

Arktis copyright Peter Hill - pixelio.de

Arktis copyright Peter Hill – pixelio.de

 

Unterirdische Methanlager sind weltweit zu finden. Vielerorts hat sich das Gas in großer Tiefe im Meeresboden eingelagert. Bei Temperaturen unter 4 Grad Celsius und einer Wassertiefe ab 200 Metern verbindet sich Methangas mit Wasser. So entsteht Methanhydrat (CH4), das daher oft auch den Namen „brennbares Eis“ trägt.

 

Taut der Boden, in dem Methanhydrat fest verschlossen ruht, steigt Methan ungehindert in die Atmosphäre auf. Dabei rutschen Klimadaten nachhaltig in tiefrote Zahlen, denn als Treibhausgas wirkt es 25-mal stärker als Kohlendioxid. Da große Mengen Methanhydrat unter den Meeren schlummern und der Klimawandel die Weltmeere beständig aufheizt, wird dieser schleichende Prozess die globale Klimabilanz zukünftig stark belasten.

 

Bohrturm copyright khv24_pixelio.de

Bohrturm copyright khv24_pixelio.de

 

Auch in der Arktis oder in Sibirien tauen Permafrostböden (ganzjährig gefrorener Boden) in bedrohlichem Maße auf. Wieder gelangt Methan aus Methanhydrat in die Atmosphäre. Dadurch verschärft sich die Situation zusätzlich.

 

Ein Thema, das uns sicherlich noch jahrzehntelang den Schweiss auf die Stirn treibt. Wenn Sie möchten informieren Sie sich schon heute hier über den Entwicklungsstand:

 

Bericht über die Blubberblasen im arktischen Eis (galileo.tv)

 

Weltweite Methanvorkommen bedrohen globales Klima (focus.online)

 

„Riesige Krater am Meeresgrund entdeckt“ (Bericht aus n-tv)

 

„Energie aus dem Meer – Methanhydrat“ (ARD, planet wissen)

 

Bildungsserver wiki zum Thema Methan

 

China und Japan bauen erstmals Methanhydrat ab (Süddeutsche Zeitung, SZ.de)

 

Was sagen Parteien zum Umweltschutz?

 

Die Bundestagswahlen in Deutschland stehen vor der Tür. Soziale Themen, Umwelt- und Naturschutz bleiben dabei wohl für viele von uns Kernfragen. Der oekobeobachter hat Ihnen dazu interessante Artikel bereitgestellt:

undestagswahl copyright Tim Reckmann_pixelio.de

Bundestagswahl copyright Tim Reckmann_pixelio.de

 

„Wie stehen die Parteien zur Wissenschaft?“ fragt Daniela Zeibig von spektrum.de

 

„Parteiprogramme im Faktencheck“ von Corinna Hartmann (spektrum.de)

 

Fachverbände befragen Parteien vor der Bundestagswahl zur Wissenschaftspolitik (Deutsche Mathematiker-Vereinigung e.V.)

 

Buchtipp für Sie

 

Im Netz hat die Redaktion des oekobeobachters „Das Ozeanbuch“ gefunden. Darin geht die Autorin Esther Gonstalla auf die Bedrohung der Weltmeere ein: Klimawandel, Verschmutzung, Überfischung, Artenschwund.

 

Frau liest Buch copyright Rainer Sturm_pixelio.de

Frau liest Buch copyright Rainer Sturm_pixelio.de

„Das Ozeanbuch“ (128 Seiten, oekom Verlag München) ist brandneu im August 2017 erschienen und kostet € 24,00. ISBN-13: 978-3-96006-012-3

 

Die Redaktion wünscht Ihnen nun wieder reichhaltige Erkenntnisse. Bleiben Sie bitte weiterhin wachsam, gesund und fröhlich.

 

© Paul Bock

 

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Über oekobeobachter

Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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