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Punktet Klimakonferenz in Paris?

Wer die Entwicklung zahlreicher Klimakonferenzen verfolgt, ist schon im Vorfeld keiner guten Dinge. Denn meist trennen sich die Gesprächspartner mit nur halbherzig ausgesprochenen Zusagen. Erst Monate oder Jahre später sollen sie sich dann realisieren. Aber darauf nimmt das globale Räderwerk des Klimawandels keine Rücksicht. Seine Zähne rattern immer lauter. Im Aufgabenstau der Agenden bleiben wichtige Punkte schlichtweg stecken. Kompromisse lassen auf sich warten, und Geldauszahlungen setzen auf Zeit, die vom Klimawechsel bedrohte Inselbewohner nicht haben. Es geht um Menschen, deren Existenzen und ihre Zukunft.

 

Tonga (Insel in Ozeanien) by_M. Hermsdorf_pixelio.de

Tonga (Insel in Ozeanien) by_M. Hermsdorf_pixelio.de

 

23. Klimagipfel der UN in Bonn – COP23

 

Ein kurzer Blick zurück auf den 23. Klimagipfel der UN in Bonn bestätigt, wie die Weltgemeinschaft die finanzielle Handbremse festzieht. Denn dort bekräftigten die Industriestaaten nur nochmals ihre Verpflichtung, vom Klimawechsel stark betroffenen Ländern jährlich 100 Milliarden Dollar zu Verfügung zu stellen. Wohlgemerkt keine neue Vereinbarung.

 

Kompromisse brauchen Regeln

 

Darüberhinaus besprachen die Gipfelteilnehmer bei COP23 Vorschläge einer sogenannten „Gebrauchsanleitung“, um die Ziele des Pariser Klimabkommens vom 22. April 2016 in die Praxis umzusetzen. Dieses Regelwerk soll schließlich konkrete Antworten geben, welche Klimahilfen von welchen Verursacherstaaten an welche Länder fließen sollen. Dabei geht es zum Beispiel um Kosten für Küstenschutz und Umsiedlungen der Bevölkerung. Erst im Dezember 2018 tragen die  vorbereitenden Gespräche aus COP23 vielleicht reifere Früchte. Dann findet im polnischen Katowice der nächste UN-Klimagipfel COP24 statt. Den Hintergrund beleuchtet BR Wissen.

 

 

Gletscherschmelze © Doerthe Huth / www.pixelio.de

Gletscherschmelze © Doerthe Huth / http://www.pixelio.de

 

Klimagipfel in Paris

 

Auch beim Klimagipfel in Paris, den der französische Staatspräsident Emmanuel Macron ausrichtete, ging es ums Geld. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied gegenüber UN-Klimakonferenzen: neben einem kleinen Kreis von ungefähr 50 Regierungs- und Staatschefs nahmen auch Vertreter aus Industrie, Wirtschaft und Banken teil. Mit dem Ziel, finanzielle Mittel für den Klimaschutz wirksam zu lenken und zu bündeln.

 

Geld regiert die Welt

 

Denn Industrie, Wirtschaft, Banken und Versicherungen können einerseits Klimaschutz fördern oder andererseits Klimakiller stärken. Je nachdem, in welche Kanäle sie als Investoren Gelder pumpen. So steuern zum Beispiel Banken und Versicherungen den Betrieb klimafeindlicher Kohlekraftwerke. Die alte Wahrheit „Geld regiert die Welt“ gilt hier wie anderswo.

 

Kraftwerk mit Rauchschwaden © Heike / www.pixelio.de

Kraftwerk mit Rauchschwaden © Heike / http://www.pixelio.de

 

So werden sich zum Beispiel der französische Versicherungskonzern Axa oder die niederländische private Bank ING aus Unternehmen der Kohlewirtschaft weitgehend zurückziehen. Auch die Zahl der Staaten, die zukünftig auf Kohlestrom verzichten möchten, ist seit November 2017 von 18 auf aktuell beinahe 30 Staaten gewachsen. Bis zum nächsten Klimagipfel in Polen sollen sich mindestens 50 Länder anschließen. Wie ZEIT ONLINE berichtet, beteiligen sich am „Anti-Kohle-Bündnis“ neben Großbritannien und Kanada, Finnland, Frankreich, Mexiko, Italien und Neuseeland auch verschiedene Unternehmen weltweit.

 

Weitere Beiträge zum Pariser Klimagipfel lesen, hören und sehen Sie beim Deutschlandfunk , bei tagesschau.de (mit Video) und SPIEGEL ONLINE

 

Hier eine Zusammenfassung für Sie zum Bonner Klimagipfel von klimaretter.info und ein Bericht von ZEIT ONLINE

 

„Mehr als 50 Unternehmen fordern raschen Kohleausstieg“

 

Klimawandel bleibt weiterhin ein Top-Thema:  Lesen Sie noch mehr unter Informationen zum Klimawandel 

 

Die Redaktion dankt für Ihre Aufmerksamkeit und wünscht Ihnen wieder reichhaltige Erkenntnisse. Bleiben Sie bitte weiterhin wachsam.

 

© Paul Bock

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Über oekobeobachter

Als überzeugter Umweltschützer und Hobby-Journalist greife ich vielfältige Themen für Sie heraus. Dabei versuche ich, möglichst aktuell zu berichten und ein breites Spektrum abzudecken. Der Oekobeobachter möchte Sie über Natur, Umwelt und Ökologie informieren. Er möchte Sie auffordern, alle Sinne zu schärfen, um unseren herrlichen Planeten Erde in seiner Einzigartigkeit zu erhalten. Lassen Sie uns also gemeinsam anpacken. Wir tun es für uns.

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