Fünf-Punkte-Plan gegen Plastikmüll von Svenja Schulze im Fokus – Greenpeace-Petition gegen Palmöl – aktualisierte Seiten für Sie

Fünf-Punkte-Plan gegen Plastikmüll von Svenja Schulze im Fokus

Ob freiwillige Regelungen die Plastikmüllflut eindämmen, bleibt dahingestellt. Die bundesdeutsche Umweltministerin Svenja Schulze sieht darin allerdings einen erfolgversprechenden Weg. Denn aktuelle Zahlen zeigen, dass jeder von uns gut 220 Kilogramm Plastikabfälle jährlich in Umlauf bringt. Tendenz steigend. Als selbsternannte Saubermänner produzieren wir aber tatsächlich mehr als andere EU-Länder. Der EU-weite Durchschnitt für Plastikverpackungen liegt bei gut 30 Kilogramm pro Kopf und Jahr. Es wird also höchste Zeit, den großen Schraubenschlüssel anzusetzen.

Umweltgerechte Müllentsorgung und fachgerechtes Recycling schonen unsere Erde - © Paul Bock
Umweltgerechte Müllentsorgung und fachgerechtes Recycling schonen unsere Erde – © Paul Bock

Welche Maßnahmen legt der Fünf-Punkte-Plan fest?

Svenja Schulze setzt mit ihrer Strategie auf eine Kombination aus gesetzlichen und freiwilligen Regelungen.

Im Januar 2019 möchte sie einen konstruktiven Dialog mit dem deutschen Handel starten, um das neue Verpackungsgesetz zusätzlich anzuschieben. Dabei setzt sie zwei Schwerpunkte. Zum Einen sollen „unnötige Plastikverpackungen“ entfallen. Als Supermarktkunden denken wir nun sofort an in Plastikfolie eingeschweisste Bananen, Gurken oder Tomaten. Darüberhinaus soll der Handel aber den Kunden auch keine kostenlosen Plastiktüten mehr anbieten und Einweg- und Mehrwegflaschen deutlich ausweisen, in der Hoffnung, dass sich so weniger Plastikabfälle ansammeln. Grundsätzlich strebt die Ministerin mit ihrer Aktion ebenso an, das bürgerliche Umweltbewusstsein zu heben. Die Ministerin plant zudem, bis 2020 keine Verwendung von Mikroplastik in kosmetischen Produkten mehr zuzulassen.

Kläranlage_R_K_B_by_Semalex_pixelio.de
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Mikroplastik aus Kompostier-, Biomüll-, Biogas- und Kläranlagen wird ständig in die Umwelt eingeschwemmt. Daher möchte sie diese Mengen ebenfalls verringern. Allerdings bleibt unklar, wie und bis wann sie dieses Ziel erreicht.

Mineralwasser nimmt den Spitzenplatz in unserer der Getränkevielfalt ein. Trotzdem möchte die Umweltministerin die Nation auf Leitungswasser umstellen. Leitungswasser habe eine sehr hohe Qualität und sei überall verfügbar. Sie denkt dabei zunächst einmal an die Ausgabe von Leitungswasser an Kinder in Schulen oder an öffentlichen Wasserspendern. Auf diesem Weg sollen weniger Plastikflaschen in Umlauf kommen.

Wasserhahn_R_by_berwis_pixelio.de
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Der Politikerin liegt das Thema Recycling am Herzen. So möchte sie, die Verwendung von recyclierten Kunststoffen stark fördern. Wenn Hersteller ihre Produkte mit Garantien kennzeichnen, wären Verbraucher in der Lage, sich für langlebige Plastikprodukte zu entscheiden, die dann auch einfacher reparierbar wären. Wie im Verpackungsgesetz beschlossen, soll die Recyclingquote für Kunststoffe bis 2022 stufenweise auf 63 Prozent steigen. Derzeit liegt sie noch bei 36 Prozent.  Grundsätzlich möchte sie auf diese Weise den Umsatz und den Ruf recyclebarer Kunststoffe verbessern. Die öffentliche Hand, also Kommunen, Länder und der Bund, sollten dazu Vorreiter werden.

Strandgut_R_K_by_Josef Becker_pixelio.de
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Svenja Schulze sieht ausländische Staaten als Hauptverursacher der Plastikkatastrophe an. Daher werde sie zahlreiche Staaten mit deutschem Wissen unterstützen. Dazu werde sie ab 2019 10 Jahre lang insgesamt 10 Millionen Euro bereitstellen. Soweit zu lesen, plant sie die Gelder schwerpunktmäßig in Asien einzusetzen, wo über große Flüsse unablässig und tonnenweise Plastikmüll jeder Art in die Meere gelangt. Zum Beispiel über die Millionenstadt Shanghai in den Osten des Chinesischen Meeres.

Shanghai_R_K_B_by_Dieter Schütz_pixelio.de
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Fünf-Punkte-Plan begeistert Umweltorganisationen wenig

Wie Sie sehen, Svenja Schulze hat sich zum Plastikmüll viele Gedanken gemacht. Der gepackte Inhalt mahnt uns zur genauen Prüfung. Fraglich bleibt, ob sie damit das Müllaufkommen in Deutschland tatsächlich drückt.

Der World Wildlife Fund Deutschland und der BUND e.V. haben den Fünf-Punkte-Plan bereits bewertet. Beide Organisationen halten ihn für oberflächlich, weil die Ministerin keinen festen Zeitplan für ihre Vorhaben setzt und keine Alternativpläne darstellt. Der Bundesverband der Entsorgungswirtschaft (BDE) kritisiert, dass sie keine Mindestquoten für Recyclingprodukte festschreibt.

Was halten Sie vom Fünf-Punkte-Plan? Ich freue mich über Ihre konstruktiven Kommentare.

 

Greenpeace-Petition gegen Palmöl

Täglich holzen Großkonzerne artenreiche Regenwälder ab. Auf riesigen Gebieten werden dann Ölpalmen angebaut, um einen der wichtigsten globalen Rohstoffe zu gewinnen: Palmöl. Unternehmen wie Mondelez, Unilever und Nestle benötigen das Pflanzenöl in hohen Mengen für ihre Produkte. Regenwälder, Arten und Lebensräume verschwinden damit auf Nimmerwiedersehen um den Preis kurzfristiger Verbrauchergenüsse und unstillbarer Umsatzgier mächtiger Konzerne. Aber jedem verantwortungsvollen Verbraucher bleibt die freie Wahl, die Vernichtungswalze zu stoppen:

Für Ihre Hilfe meinen herzlichen Dank!

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Weihnachten 2017 © Robert Köhn  / pixelio.de
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© Paul Bock

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