Tag des Meeres am 8. Juni

„Tag des Meeres“ geht im Jahreslauf unter

Inzwischen bleibt mir leider wenig Zeit zum Schreiben. Daher blieb dieser Beitrag als Entwurf ein paar Tage liegen. Da das Thema aber nicht an den „Tag des Meeres“ gebunden ist, möchte ich es auch jetzt noch veröffentlichen. Denn meiner Ansicht brauchen wir mehr als nur einen Tag, um uns auf die Bedeutung der Ozeane zu besinnen.

Menschen quälen Weltmeere bis zur Ohnmacht

Alle Ozeane unseres gequälten Planeten leiden unter furchtbaren Schmerzen. Täglich sehen wir überdeutlich, wie sich die Erde in ihrer Pein krümmt. Wir kennen auch das breite Ursachenspektrum, das Menschen in ihrer grenzenlosen Einfalt, Ignoranz und Verantwortungslosigkeit auffächern. Dagegen findet der Planet keine Waffen.

Obwohl die Ursachen atemloser, gequälter Meere offen zutage liegen, bleibt völlig unklar, welche Gefahren den Meeren am stärksten zusetzen. Bei Ökologen und anderen Wissenschaftlern besteht allerdings darüber Einigkeit, dass Menschen an der Wurzel dieser Übel stehen. Weltweit.

Seeschwalbe by Michael-Blaser pixelio.de
Seeschwalbe_R_B_by_Michael Blaser_pixelio.de

Vielfältige Ursachen setzen Ozeanen zu

  • Der zunehmende Klimawandel heizt die Meere auf. So sterben zum Beispiel Korallen ab (Korallenbleichen). Denn auf dauer vertragen sie kein warmes Wasser.
  • Die weltweite Überdüngung durch landwirtschaftliche Betriebe führt im Wasser zu Sauerstoffentzug. Diese Missstände entwickeln sich schwerpunktmäßig an großen Flussdeltas (z.B. Mississippi). Dort spülen die großen Flüsse verseuchtes Wasser in die Meere.
  • Leider fehlt unzähligen Meerestieren kostbarer Sauerstoff, und weiträumige Ökosysteme verlieren Lebenskraft. Fische und Meeresfrüchte ersticken im wahrsten Sinne des Wortes, so dass schließlich auch beständig gewachsene ökologische Gleichgewichte kippen, und teilweise fremde Arten zuwandern. So nimmt natürlich der Artenschwund auch im Meeresraum stark zu. Der jüngst erschienene UN-Bericht zur Artenvielfalt legt dazu genaue Details offen.
  • Hinzu kommt die globale Verschmutzung der Weltmeere. Nicht nur durch Plastikstrudel und -ströme, sondern ebenfalls durch Restmüll jeglicher Art, ölige Rückstände, Pestizide sowie giftige Lösungsmittel. Inzwischen kennen wir alle die erschreckenden Bilder der Plastikflut. Neueste Untersuchungen haben festgestellt, dass der größte Teil des Plastikmülls unter der Meeresoberfläche vor sich hin dümpelt und dort allmählich zu sogenanntem Mikroplastik zerfällt. Dieses reichert sich in Meeresflora und -fauna an und potenziert sich. Ein Teufelskreis. Sogar in der Arktis (Antarktis) und im tiefsten Meeresgraben in ca. 11.000 Metern Tiefe fanden Forscher Plastikreste.
  • Trotz internationaler Abkommen jagen Trawler noch zig-tonnenweise Fische. Auch dadurch verschieben sich ökologische Gleichgewichte in den Meeren. Leider unterzeichnet auch hier der Mensch als Verantwortlicher.
Bohrplattform_r_k_b_by_dieter-schuetz_pixelio-de
Bohrplattform_r_k_b_by_dieter-schuetz_pixelio-de

Abschließend möchte ich Sie noch auf ein EMPFEHLENSWERTES DOKUMENT hinweisen, das ich von NeoAvantgarde erhielt. Es trägt den Titel „Meeresschutz ist machbar“ und geht auf den Zustand der Meere ein, gibt Ihnen aber auch praktische Tipps, um die Meere zu schützen. Ich habe es Ihnen hier zum Herunterladen als ebook hinterlegt. Als Diplom-Biologe und freier Wissenschaftsjournalist setzt sich der Autor des Werkes, Ulrich Karlowski, ganz für den Meeres- und Delfinschutz ein. Darüberhinaus hat er sich an der Gründung der rgerstiftung Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM)beteiligt.

Wenn Sie möchten, lesen Sie noch weitere Quellen zum Thema:

Süddeutsche Zeitung: „Verschmutzung der Ozeane – Mit neuer Technik gegen die Plastikflut“

Nitrate und Mikroplastik stressen Meere …

SPIEGEL ONLINE: „Immer mehr Schiffe jagen immer weniger Fische“

 

In eigener Sache einige Hinweise für Sie

Die folgenden Kategorien habe ich für Sie auf den aktuellen Stand gebracht. Wenn Sie möchten, schauen Sie einmal auf die Seiten.

Arten- und Naturschutz im Fokus

Informationen zum Klimawandel

Dossier zum Thema Glyphosat & Co.

Bleiben Sie bitte weiterhin gesund und genießen Sie jeden Sommertag.

 

© Paul Bock

2 Kommentare zu „Tag des Meeres am 8. Juni

Schreibe eine Antwort zu oekobeobachter Antwort abbrechen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.