Depressionen bremsen Sie aus

Wenn Ihre Seele depressiv erkrankt

Mehr als zwei Millionen Männer leiden jährlich aktuell in Deutschland an depressiven Stimmungen. Die Zahl der Frührentner durch Depression steigt zunehmed. Meist hält diese seelische Schieflage länger an. Oft setzt sie schleichend ein, wenn die Betroffenen erkranken, in Rente gehen und das Gefühl haben, kraftlos und unnütz zu sein. Wenn also ihr Selbstwertgefühl lahmt. Dann steht alles still, jeder Schwung hat sich gelegt. Allerdings zeigen genaue Zahlen, dass mehr Frauen als Männer unter Depressionen leiden.

Tabu-Thema Depression

Verfolgen Sie Presse- und Medienmeldungen, erkennen Sie bald, dass das Thema „Depression“ sich häufig wiederholt. Den Betroffenen geht in dieser Lebensphase jeder Antrieb und jede Aktivität verloren, so dass sie meist nicht mehr ohne ärztliche Unterstützung auskommen. Da Männer von klein auf stark sein und keine Schwächen zeigen sollen, sind sie für depessive Erkrankungen besonders empfänglich. Dazu kommt, dass das Thema noch immer nicht offen ausgesprochen wird. Gerade bei betroffenen Männern kommt ein Schamgefühl auf. Sie möchten nicht als „schwach“ oder als „Versager“ gelten.

Doktor_R_K_B_by_Tim Reckmann_pixelio.de
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„WHO: Millionen leiden an Depressionen“

Die Zahl betroffener Menschen nimmt dabei weltweit ständig stark zu. Es handelt sich um Millionen Menschen. Das belegt zum Beispiel eine WHO-Studie des Jahres 2015. Wie die Weltgesundheitsorganisation im Regionalbüro Europa berichtet, werden mehr als 50% schwerer Depressionen leider gar nicht behandelt.

Die EU-weiten Kosten belaufen sich jährlich auf 170 Milliarden Euro. Die Belastung im Gesundheitssektor wiegt also schwer. Nicht zu vergessen bleiben die Tatsachen, dass Erkrankte nachweislich eine um ca. zehn Jahre kürzere Lebenserwartung haben, und Depressionen sie in der Regel in die frühzeitige Erwerbsunfähigkeit führen. Daher kommen nicht unerhebliche soziale Kosten dazu.

Das ROBERT KOCH INSTITUT (RKI) informiert Sie über Depressionen

Lebensqualität und körperliche Leistungsfähigkeit machen unser aller Leben in hohem Maße aus. Wenn die Seele durchhängt, fehlen Antrieb und Aktivität. Genaue Recherchen zeigen, dass Depressive eine um bis zu zehn Jahre kürzere Lebenserwartung haben. Während ihrer depressiven Phasen belasten sie ihr soziales Umfeld nachhaltig, denn Angehörige und Freunde möchten den Erkrankten zwar helfen, wissen aber nicht, wie sie die Situation verbessern. Depressiv Erkrankte überwinden  sich nur schwer dazu, Tätigkeiten aktiv umzusetzen. Bevor sie sich dazu aufraffen, verharren und zögern sie.

Weltweit leiden ca. 350 Millionen Menschen an Depressionen. Das berichtet aktuell das Bundesministerium für Gesundheit.

Wie entstehen Depressionen?

Depressionen entwickeln sich durch unterscheidliche Gründe. Zum Einen spielen dabei neurobiologische (körperliche, z.B. Vererbung) Ursachen, zum Anderen psychosoziale (z.B. chronische Überlastung) Ursachen eine Rolle. Jeder einzelne Krankheitsfall zeigt seine Eigendynamik, deren Klärung über wirksame Linderung und Erleichterung entscheidet.

Die DEUTSCHE DEPRESSIONSHILFE informiert Sie über die Ursachen von Depressionen

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So helfen Sie Erkrankten aus der Depression

Depressionen zeigen sich vielfältig:

  • Freude, Appetit und jegliche Intessen gehen verloren
  • sie meiden soziale Kontakte, die meist schließlich ganz verloren gehen
  • sie leiden unter Antriebslosigkeit und leben passiv
  • sie entwickeln starke Ängste und isolieren sich
  • sie empfinden starke pessimistische und hoffnungslose Gefühle
  • sie erleben innere Leere
  • vor diesem Hintergrund erfüllen sie oft Selbstmordgedanken

Das Krankheitsbild lässt Angehörigen und Freunden nur wenig Raum, Hilfe zu leisten. Tägliche Gespräche und echtes Mitgefühl tragen aber in jedem Fall zur Linderung bei. Auch sollte ein Psychologe Sie unterstützen. Die menschliche Seele ist ein feines, empfindliches Geflecht.

Mehr dazu unter „Depressiver Partner: So können Sie ihn unterstützen und Ihre Beziehung stärken“

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So finden Sie den Weg aus der Depression

  • Versuchen Sie, Ihre Isolation zu verlassen.
  • Suchen Sie dazu den Dialog und Kontakt zu Ihren Mitmenschen. Bedenken Sie dabei, dass eine Depression ein Krankheitsbild zeigt, das jeden von uns treffen kann. Fordern Sie also Verständnis von Ihren Mitmenschen ein.
  • Versuchen Sie, sich Ihre traurige Stimmung von der Seele zu schreiben. Nehmen Sie sich dafür genug Zeit und Ruhe, und planen Sie sich dazu genug freie Zeit ein.
  • Reflektieren Sie Ihren Alltag. Was war heute gut? Was könnten Sie verbessern?
  • Sprechen Sie mit Vertrauten über Ihre Situation, Ihre Gefühle.

Weiterführende Quellen zum Thema Depression lesen und sehen Sie hier:

Depression – Symptome, Ursachen und Therapie

DEUTSCHE DEPRESSIONSHILFE

APOTHEKEN Umschau – Die menschliche Psyche von A bis Z

Die folgenden Videos zeigen Ihnen audiovisuell, was depressiv Erkrankte erleben. So gewinnen Sie lebensechte Eindrücke über deren seelisches Befinden und erleichtern ihnen notwendige Hilfen.

Leipziger Bündnis gegen Depression e.V.: „Männer leiden anders“ -video aus YouTube vom 8.2.2019, Dauer: 44 Min. EMPFEHLENSWERT!

3sat: „Neustart fürs Gehirn: Wege aus der Depression“, ZDF-Sendung vom 13.2.2020 – Video (Dauer: 43 Min.) – online verfügbar bis 13.2.2025) EMPFEHLENSWERT!

„Immer wieder Achterbahn“, Video aus YouTube zum Thema „bipolare Störung“, Dauer: 58 Min. 24 Sek. EMPFEHLENSWERT!

„Depressionen – Gefangen im Dunkel (Teil 1 von 2)“ , YouTube-Video, Dauer: 9 Min.29

block-stift-brille copyright Paul Bock

Wenn Sie das Thema „Depression“ anspricht, freue ich mich über Ihre konstruktiven Kommentare.

Bleiben Sie bitte weiterhin gesund und kritisch.

© Paul Bock

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