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Landwirtschaft begrenzt Lebensräume der Vögel

In den letzten Jahren sind zahlreiche Vogelarten den Feldern ferngeblieben. Wie genaue Recherchen aus Fachkreisen ergeben, ist dafür in erster Linie die intensive Bewirtschaftung der Felder verantwortlich. Denn damit gehen große Flächen für Vögel verloren, die dort leben, nisten und ihre Brut versorgen. Nach Angaben des Umweltbundesamts ist die landwirtschaftliche Nutzfläche in Deutschland in den letzten 17 Jahren leicht rückläufig.

Intensivlandwirtschaft © _Gabi Schoenemann_pixelio.de

Intensivlandwirtschaft © _Gabi Schoenemann_pixelio.de

Diese Tatsache lässt die dort lebende Vogelwelt aber kaum aufatmen, denn die aktuelle Größe erstreckt sich auf 51,6 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands (Stand 2015). Das ergab im Jahr 2016 eine Größe von fast 17 Millionen Hektar. Davon nutzen Landwirte 28 Prozent als Dauergrünland, also fast 4,7 Millionen Hektar. Nur vier Prozent des Dauergrünlands sind als Naturschutzflächen ausgewiesen.

Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland auf Platz drei der vier größten europäischen Agrarstaaten, zu denen Frankreich, Spanien und Italien zählen. Damit bleibt Vogelsterben in Europa ein Dauerthema. Ein Blick nach Osteuropa zeigt, dass dort der Artenschwund in der Vogelwelt weniger dramatisch verläuft als zum Beispiel in Mitteleuropa.

Konventionell arbeitende Landwirte bringen regelmäßig hohe Mengen Pestizide auf Äcker und Felder aus. So sollen die Ernten vor Schädlingen geschützt bleiben. Die Gifte töten Insekten, so dass für Vögel eine wichtige Nahrungsquelle entfällt. Auch Schmetterlingsarten sind von diesem fatalen Eingriff des Menschen betroffen. Pestizide unterbrechen natürliche Nahrungsketten und schwächen ökologische Pfade.

Goldammer © Ulrich Velten_pixelio.de

Goldammer © Ulrich Velten_pixelio.de

Konventionelle Landwirtschaft nutzt jeden Quadratmeter Land aus, um Erträge zu optimieren. Dadurch raubt der Mensch zahlreichen Vogelarten Grünflächen, Freiräume und Nistplätze. So verlassen viele Vögel ihre vertrauten Lebensräume und wandern in andere Gebiete ab, die vergleichbare Futterangebote und Nistmöglichkeiten bieten. Im schlimmsten Fall gehen ganze Populationen ein, weil der Nachwuchs ausbleibt. Nur eine Ausweitung und der ständige Schutz natürlicher Lebensräume erhält die bunte Insekten- und Vogelwelt. Dafür müssen zum Beispiel Grenzflächen zwischen Äckern und Wiesen erweitert werden. Auf Büschen und Bäumen fänden Vögel geschützte Nistmöglichkeiten.

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© Paul Bock

 

 

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