Kreatives

Sammlung von Gedichten, Reimen, Sinnsprüchen und Zitaten für Sie

Mein treuer Freund

Du bist Tag und Nacht bei mir, mit mir.

Stehst jeden Tag fest an meiner Seite.

Du erfüllst mich mit Deiner Liebe, Wärme und Zuneigung.

Grenzenlos, endlos, allgegenwärtig.

Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Wenn dunkle Wolken aufziehen, reichst Du mir Deine starke Hand.

Du bist mein Partner, der mir immer zuhört,

führst mich auf freie Wege, wo Gefahren lauern,

baust Brücken über tiefe, dunkle Schluchten.

Brücke_R_by_ilona brigitta martin_pixelio.de
Brücke_R_by_ilona brigitta martin_pixelio.de

Als Team gelingt uns alles. Ausnahmslos.

Im schweigsamen Dialog bist Du mir ganz besonders nah.

Dann fühle ich Dich tief in meiner Seele, wie eine Quelle.

Für Augenblicke tanzen wir dann gemeinsam ins Glücksland.

Du bist alles für mich: Freund, Ratgeber, Lebens- und Gesprächspartner.

 

© Paul Bock

 

Wunderbare Hände

Unsere Hände locken, grüßen, zeigen.

Sie greifen, halten, führen.

Wir reichen sie uns, suchen Halt aneinander.

Wir schütteln sie fest, schaffen Einigkeit.

Jederzeit und überall ein warmes Licht im Alltagsgrau.

Kräftig und warm wecken sie Hoffnung in uns.

Wir berühren, streicheln einander, finden Nähe.

Was wären wir ohne sie?

Reich‘ mir jetzt deine Hände, zeig‘ mir den Weg voran.

Hände_R_B_by_Martina Rahnenführer_pixelio.de
Hände_R_B_by_Martina Rahnenführer_pixelio.de

© Paul Bock

 

einsame langzeiten

einsame langzeiten

graben in dir

sie umgreifen

mit trägen armen

deinen gedankenwald

werfen ein und um

stehlen dir manche illusion

tragen fragen weg und

bringen dir neue an

die leere rasch begraben

und schenken dir

frischen samen

der in dir aufgehen soll

© Paul Bock

hibiskusbluete-in-voller-pracht © Paul Bock
hibiskusbluete-in-voller-pracht © Paul Bock

 

Nacht

lebendige farben verlieren sich in stumpfer nacht
nun wandern gedanken still im traumwald umher
erzählen geschichten ins schweigen hinein

ein zarter keim bricht auf – zögernd noch
umarmt federweich träge stille

wenn dann das erste licht herabschwebt
ruhig und blass
nimmt es der nacht ihren zauber gelassen fort

– wirft schatten in den neuen tag

© Paul Bock

 

Fiebriger Stress

Wenn der Stress fiebrig

kilotonnenschwer

auf der Seele liegt,

gedanken besiegt,

sie aus dem Hirn bläst

wie nebelschwaden,

auch mein Herz bedrückt,

werd ich rasch verrückt.

Dann bleibt nur Leere

und träge Schwere.

© Paul Bock

 

Einsamkeit

sie umschließt dich

mit festem griff,

lässt dich nicht mehr frei,

entzieht dir kraft,

lebensmut.

fern hält sie dich

vom leben.

 – leben?

weit ab vom hoffnungsstrom

vergangener tage friert sie dich ein.

ruht eiskalt auf deiner seele,

kerkert jubelnde wärme ein,

knebelt frisches vertrauen in dich selbst.

sie verdammt dich

zum gespräch mit dir selbst

in stillem schmerz.

und blicke nach außen

nehmen dir hoffnung,

treiben dich in dich hinein.

verkeilt verkrümmt

steckst du nun fest in dir,

wähnst entkommen,

wo nur resignation dich täuscht.

© Paul Bock

 

Für Dich

Das folgende Gedicht schrieb ich bereits vor fast 20 Jahren. Das Thema aber bleibt wohl zeitlos: Liebe, Zweisamkeit und emotionaler Überschwang im Miteinander.

In den letzten Tagen habe ich es wieder ausgegraben, scharfe Kanten poliert und Zeilen abgeschliffen. Vielleicht gefällt es Ihnen und weckt gute Erinnerungen in Ihnen wach. Natürlich freue ich mich über jeden Kommentar.

Hier nun das blankgeputzte Gedicht:

hibiskusbluete © Paul Bock
hibiskusbluete © Paul Bock

für dich

wenn ich still an dich denke

so oft am tage

dir leise sage,

dass ich mein herz dir schenke,

dann wünsch ich uns hier und jetzt:

das licht, das wir füreinander entfacht,

möge lange leuchten in heller pracht

 – für ein leben bis zuletzt

© Paul Bock

 

für meinen engel

wie oft und gerne

schau ich dir in die augen, ins gesicht.

möcht' holen dir herab alle sterne.

sie dir zu füßen legen wie dies gedicht -
mag's auch mal geben streit,

so wird doch immer wieder

kommen für uns beide die zeit,

da wir uns singen leise liebeslieder.
's liegt an uns beiden,

wie lange wir zanken,

um liebe zu tanken

und in den gärten der lust uns zu weiden.
liebende sind besser als streiter.

's sind verlorene liebeszeiten.

d'rum lass uns doch den zwist meiden.

lachen wir d'rüber, und sind wir heiter.
so oft stell ich dir in gedanken die eine frage.

denke mir: wie ich's ihr wohl am besten sage?

's kann gut sein,  du hälst mich für verrückt,

oder aber du bist darüber höchst entzückt -
die weibliche logik und der frauen gefühl

sind mir so fremd und unbekannt.

manchmal ist sie kühl,

manchmal glühendheiss - es sei hier mal genannt.
hab' bitte liebes verständnis

für meine große unkenntnis

in manchen dingen.

es wird uns, mein engel, schon gelingen.
so gott will und kann,

versuchen wir's irgendwann,

miteinander froh zu leben, um dann

glücklich zu sein - du als frau, ich als mann.

© Paul Bock

 

wütende worte

wenn sich unsere worte wütend gegeneinander erheben

messerscharfer stacheldraht uns trennt und blicke aufspießt

wir uns zornig ans kreuz schlagen

vorwürfe von den wänden widerhallen

herabprasseln wie eiskalte hagelkörner

wie sturmwellen über uns hinwegbrechen

uns strudelnd mit sich fortreissen

 

verharren wir schließlich keuchend und atemlos

schweigsam gefangen

überrascht voreinander

im pechschwarzen schatten bös gefallener worte

die uns wie blitz und donner überfielen

 

noch friedlos im herzen finden wir rückzug

schmale pfade führen in zweifelhafte zweisamkeit

 

am ende sitzen wir beschämt beeinander

um wieder einmal krücken füreinander zu schnitzen

böse worte in watte zu packen

– bis zum nächsten mal

© Paul Bock

 

dämmerlichter

von ferne

flirren lichter daher

am stummen abendhimmel

wolkenweich

fast unsichtbar

feine klänge huschen im reigen vorbei

sonderbar feierlich

engel?

kobolde?

 

harfensaiten schwingen an

harmonisch und erhaben

                                    ins stille dämmern hinaus

zarte lichter tanzen davon

schweben zur venus hinauf

seltsam einzigartig

lieblicher seelenzauber keimt auf

engel?

kobolde?

© Paul Bock

 

Melancholie

Herzschwere Traurigkeit

erwacht in finsterer Nacht

ergreift mich wie eine böse Hand

am Tag schläft sie

gehütet vom Verstand

 

deine letzten Zeilen bleiben lebendig

obwohl du schon lange fort bist

noch in dunkler Stunde keimt Warten auf

und Hoffnung schleppt sich in den Morgengrauen

kommst du zurück?

© Paul Bock

 

ziellos

Welke Wege verlieren sich im endlosen Nebel.

Stille Pfade kreuzen sich im Fernweh,

führen in Vergangenheit und Zukunft.

Noch Unberührtes lockt am Horizont.

Wohin?

© Paul Bock

 

Worte bewegen

Wo sich Sprache in Worte formt,

in Sätze schmiegt und Wege bereist,

trägt sie viel Verantwortung.

Wie Worte bewegen, bestimmen wir:

 

Bös´ abgefeuerte Worte

bleiben oft wie Minen stecken,

um später noch schicksalhaftere

Gräben zu reissen.

 

Wenn sich Worte dann mühsam auf den Weg machen,

Frieden zu erkunden und Nähe auszuloten,

erwecken sie erst im Dialog gute Hoffnung,

ihn in aller Lebendigkeit alltagstauglich zu schnüren.

 

Wo schließlich Worte die Welt in Freiheit erobern,

Ideen fließen und sich weiterentwickeln,

mögen Menschen gute Kompromisse gern schließen

und für Neues offen sein.

 

Wo dann noch zukünftig Worte starke Segel setzen,

auf ihrem Weg weithin Brücken bauen

und frohe Kunde in die Welt tragen,

taucht bald fruchtbares Land am Horizont auf.

 

© Paul Bock

Abschied

Der Mensch hautnah spürt,

wenn sein Weg ihn

ans irdische Ende führt.

 

Sanduhr_R_K_B_by_Margot Kessler_pixelio.de

Erinnerungen ihn dann leiten

zu längst vergangenen Tagen,

zu Augenblicken kostbarer Zeiten.

 

Wie ein Schmetterling flattert er umher,

bunte Lebensblüten nochmal zu genießen

– bis sein Blick schließlich stumpf und leer.

 

© Paul Bock

 

Stille Fragen in der Nacht

du bist von mir schon lange fortgegangen

aber du bist noch tief in meinem herzen

 

tief in der nacht kommst du manchmal zu mir

legst dich dann neben mich

leicht, zart, still – engelsgleich

so wie früher – weißt du noch?

 

wann bist du zurückgekommen?

nun schaust du mir in die augen

lächelst mich an, wortlos und lieb

 

du fehlst mir, weißt du das?

kommst du jetzt jede nacht zu mir?

dein warmer atem streichelt über meine wange

ein flüchtiger kuss – wie ein siegel

 

ich rieche deinen körper noch neben mir,

als du schon längst wieder fort bist

wann bist du gegangen?

kommst du morgen wieder zu mir?

 

© Paul Bock