Schädlinge in Natur und Umwelt

Schädlinge in Natur und Umwelt zerstören nicht nur kostbare Biomasse, sondern können auch für den Menschen gefährlich sein.

 

Ölbaum - © gecko / pixelio.de
Ölbaum – © gecko / pixelio.de

Eichenprozessionsspinner

Ein bekanntes Beispiel dafür ist der Eichenprozessionsspinner. Wenn Sie möchten, laden Sie sich hier über diese Schmetterlingsart einen kostenlosen Flyer des Umweltbundesamts im pdf-Format herunter.

Bedeutend gefährlicher als Gespinnstmotten (siehe unten) sind Prozessionsfalter, auch Prozessionsspinner genannt. Auch sie gehören zu den Schmetterlingen (Nachtfalter). Ihre Raupen ernähren sich von den Blättern sogenannter Wirtsbäume, besonders auf Hainbuchen und Eichen fühlen sie sich wohl. Ihre Raupen besitzen Brennhaare, die zu allergischen Reaktionen oder zu Asthma führen, wenn Menschen sie berühren. Daher sollte die Nähe zu dieser Spezies in jedem Fall unterbleiben. Lesen Sie genaue Details über sie bei wikipedia, dem Blog Castel Franc oder auf www.schmetterling-raupe.de. © Paul Bock

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Die weltweite wirtschaftliche Vernetzung erhöht die Zahl der in Deutschland lebenden Schädlingsarten zusätzlich. Von Übersee oder auf dem Landweg eingeschleppte Insekten, Schmetterlinge oder Käfer vermehren sich dann in unseren Regionen ungehindert. Natürliche Feinde fehlen, so dass sie bleibende Schäden anrichten können und das ökologische Gleichgewicht ins Wanken bringen. Wie der asiatische Laubholzbockkäfer, der inzwischen zu den meldepflichtigen Schädlingen zählt.

Auf dieser Schweizer Seite erhalten Sie genaue Informationen über diese Käfergattung. Sie erfahren in einem Steckbrief mit Fotos, Entwicklungsstadien und Wirtsbäumen, warum der asiatische Laubholzbockkäfer für Ahorn-, Buchen- oder Eschenbestände eine ernste Gefahr darstellt. Vielleicht haben Sie auf einem Spaziergang oder einer Wanderung in der freien Natur selbst schon diese auffallende Art beobachtet.

Wer noch mehr über dieses Thema erfahren möchte, klickt sich bei Wikipedia ein.

Gespinstmotten

Schauen Sie sich die Fotos der Gespinstmottenraupen an oder beobachten Sie in diesem selbstgefilmten Video, wie die Raupen im Gespinst herumkrabbeln. Beachten Sie dabei bitte, dass es etwas verzögert startet.

 

Gespinstmotten und Eichenprozessions-Spinner vermehren sich Anfang Mai:

Gespinstmotten gehören zur Ordnung der Schmetterlinge. Ihre Raupen überziehen gerne Pappeln, Weiden oder Weißdorn mit dichten Gespinsten. Die Raupen ernähren sich vom Grün der Bäume. Die meisten Bäume überstehen aber den Befall gut. Die sicherste Methode zum Schutz der Bäume bleibt das rechtzeitige händische Entfernen der Raupen. Gespinstmotten schätzen auch Obstbäume. Mehr Infos mit Bildern dazu bietet Ihnen der NABU und waldwissen.net. Auf dem WWF-Blog Deutschland (World Wildlife Fund Deutschland lesen Sie noch ausführlicher über das Thema Gespinstmotten.

 

Kirschessigfliege

Ein weiterer Schädling tritt in Deutschland seit 2011 vermehrt auf: die Kirschessigfliege. Das aus Ostasien eingeschleppte Insekt hat inzwischen weite Teile des Landes erobert. Die nur 3,5 Millimeter Taufliege fällt durch seine roten Augen auf. Die weiblichen Schädlinge bohren mit einem sogenannten „Legebohrer“ Löcher in die Früchte. Darin legen sie dann ihre Eier ab. Dadurch verderben die Früchte und laufen aus.

Die bayerischen Wein- und Obstbauern befürchten im Jahr 2016 hohe Ernteausfälle, denn die Kirschessigfliege hat sich nun auch über den gesamten Freistaat verbreitet. Weitere besonders stark betroffene Gebiete sind Baden-Württemberg, aber auch Rheinland-Pfalz. Die Insekten bevorzugen für die Eiablage Pflaumen, rote Trauben und Heidelbeeren ebenso wie Himbeeren und Holunder. Zur Bekämpfung der Schädlinge finden Sie auf der Seite der autonomen Provinz Bozen (Südtirol) gute Informationen.

Buchdrucker, Kupferstecher und andere Waldschädlinge

Als Unterfamilie der Rüsselkäfer richten die Borkenkäfer alljährlich Waldschäden an. Dabei bevorzugen sie in der Regel nicht nur kranke oder trockene Bäume. Sie bohren Löcher in Holz und Rinde, um ihre Eier dort abzulegen. Ihre Brutsysteme durchziehen die Bäume. Besonders nach milden Wintern vermehren sich die Käfer rasch und in großer Zahl. Dann müssen die Waldbauern ihre Forste genau sichten und von Käfern befallene Bäume fällen und entsorgen. Nur so vermeiden sie, dass die Brut ausschlüpft und noch größere Schäden anrichtet.

Im Borkenkäfer-Infoportal finden Sie zahlreiche aktuelle Infos zum Thema. Dort liegen auch pdf-Dokumente zum Herunterladen für Sie bereit. Schauen Sie dort bei Interesse einfach einmal vorbei.

Landesweit informieren auch Forstverwaltungen zum Thema. Beispielhaft hier der Link zur Bayerischen Forstverwaltung (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten). Auch waldwissen.net veröffentlicht ein Dossier über Borkenkäfer. Dort vertiefen weitere Links das ernste Thema.

© Paul Bock

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.